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Pandemie veränderte Vaterschaft nicht dauerhaft (Level B2) — a man and two children walking down a street

Pandemie veränderte Vaterschaft nicht dauerhaftCEFR B2

11. Mai 2026

Adaptiert nach Tracy DeStazio - Notre Dame, Futurity CC BY 4.0

Foto von Carl Kho, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
5 Min
251 Wörter

Neue Forschungsergebnisse, geleitet von Lee Gettler von der University of Notre Dame mit Co-Autorin Sarah Hoegler Dennis, werteten 15 Jahre longitudinale Daten aus einer großen Metropolregion auf den Philippinen aus. Die Region erlebte eine der längsten und strengsten Lockdown-Phasen weltweit. Die Studie verfolgte eine große Stichprobe von Männern, die zu Studienbeginn etwa 25 Jahre alt waren, und verglich Befragungswellen aus 2009 und 2014 (vor der Pandemie) mit 2022–23 (nach der Pandemie).

Erfasst wurde routinemäßige, praktische Betreuung von Babys und Kleinkindern, gemeinsames Spielen und Aufgaben in der Bildungsbetreuung. Die Analyse ergab, dass die während der Lockdowns beobachteten Veränderungen bei den Vätern insgesamt nicht breit anhaltend waren. Gettler fasst dies so: „COVID hat nicht wirklich zu einem großflächigen Anstieg dieser neuen Vorstellung von Vaterschaft bei den Vätern insgesamt geführt.“

Eine klare und anhaltende Ausnahme betraf Männer, deren Beschäftigung sich durch die Pandemie verschlechterte; Männer, die von beschäftigt zu arbeitslos oder unterbeschäftigt wechselten, investierten deutlich mehr Zeit in die Bildungsbetreuung, und dieses Muster hielt auch nach der Pandemie an. Die Forschenden betonen, dass Vaterschaftsbeteiligung in Cebu über Jahrzehnte zugenommen hatte, ähnlich wie in den Vereinigten Staaten, die Pandemie aber keine dauerhafte, breite Verschiebung bewirkte.

Als Hebel für nachhaltigere Veränderungen nennen die Autorinnen und Autoren bezahlte Vaterschaftszeiten sowie größere Flexibilität beim Arbeiten von zu Hause und bei der Arbeitszeitgestaltung. Offene Fragen bleiben etwa, wie geteilte Haushalts- und Betreuungsverantwortung in Familien mit zwei Eltern gezielt gefördert werden kann.

  • Langzeitdaten aus einer Metropolregion
  • Messung: Betreuung, Spielen, Bildungsarbeit
  • Ausnahme: Verschlechterte Beschäftigung führte zu mehr Bildungsbetreuung

Schwierige Wörter

  • longitudinalüber einen langen Zeitraum wiederholt gesammelte Daten
    longitudinale
  • Metropolregiongroßes städtisches Gebiet mit mehreren Städten
  • Stichprobeausgewählte Gruppe von Personen für Forschung
  • BildungsbetreuungBetreuung, die Lernen und Bildung für Kinder fördert
  • unterbeschäftigtweniger Arbeit als vertraglich oder nötig vorhanden
  • VaterschaftsbeteiligungBeteiligung von Vätern an Erziehung und Betreuung
  • HebelMaßnahme oder Mittel, das Veränderung bewirken kann

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Warum könnten Männer, deren Beschäftigung sich verschlechterte, mehr Zeit in Bildungsbetreuung investieren? Nenne mögliche Gründe.
  • Welche Vor- und Nachteile könnten bezahlte Vaterschaftszeiten für Familien und Arbeitgeber in einer Metropolregion haben?
  • Welche konkreten Maßnahmen könnte man zusätzlich zu flexibler Arbeit einführen, um geteilte Haushalts- und Betreuungsverantwortung in Familien zu fördern?

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