Eine Studie in der Juni‑Ausgabe der Fachzeitschrift One Health warnt, dass soziale Medien den illegalen Verkauf von Buschfleisch in Westafrika fördern könnten. Forschende untersuchten Facebook‑Beiträge aus den Jahren 2018 bis 2022 und sahen Seiten in Côte d’Ivoire und in Nigeria.
Die Angebote betrafen mehrere Tierarten und wurden oft als geräuchert beworben; andere waren frisch, gekocht oder lebend. Viele Seiten leiteten Käuferinnen und Käufer zu WhatsApp oder nutzten Facebook Messenger. Die Studie sagt, solche Methoden sollen Entdeckung vermeiden und erschweren die Kontrolle. In Nigeria wurde Anfang dieses Jahres ein neuer Gesetzesentwurf nach der ersten Lesung angenommen.
Schwierige Wörter
- soziale medien — Internetdienste, wo Menschen Beiträge teilen und lesen
- buschfleisch — Fleisch von Wildtieren, oft aus der Natur
- untersuchen — etwas genau prüfen oder Informationen sammelnuntersuchten
- geräuchert — mit Rauch behandelt, oft für längere Haltbarkeit
- erschweren — etwas schwerer oder komplizierter machen
- gesetzesentwurf — ein vorgeschlagenes Gesetz, das noch nicht beschlossen ist
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Sollten soziale Medien stärker kontrolliert werden? Warum oder warum nicht?
- Hast du schon Angebote oder Werbung in sozialen Medien gesehen? Beschreibe kurz.
- Welche einfache Maßnahme könnte helfen, illegalen Verkauf von Wildtieren zu stoppen?
Verwandte Artikel
Concierge- und DPC‑Praxen wachsen in den USA
Eine Studie zeigt, dass gebührenfinanzierte Concierge- und Direct‑Primary‑Care‑Praxen in den USA von 2018 bis 2023 stark zugenommen haben. Forschende warnen vor Folgen für den Zugang zur Primärversorgung und raten zur Beobachtung der Entwicklung.
Baniwa erhält Preis für Klima, Bildung und Praxis
Dzoodzo Baniwa aus dem Alto Río Negro im Amazonas bekam eine Auszeichnung der Bunge Foundation. Der Preis würdigte seine Arbeit zur Klima-Notlage, seine Bildungsarbeit und Projekte, die indigenes Wissen mit wissenschaftlicher Praxis verbinden.