Über drei Jahre verfolgten Forschende Hunderte männlicher und weiblicher Wildtruthähne sowie ihre Nester und Jungen an Standorten in Georgia, South Carolina und Louisiana. Sie verglichen Gebiete mit häufiger Jagd mit Orten, an denen kaum gejagt wird.
Die Studie zeigte klare Unterschiede: In bejagten Gebieten überlebten nur etwa die Hälfte der ansässigen männlichen Truthähne, an nicht bejagten Standorten lag die Überlebensrate deutlich höher. Außerdem waren in bejagten Gebieten viel mehr Jungtiere weiblich; das Verhältnis war dort deutlich zugunsten der Weibchen verschoben, während es in ruhigen Gebieten ausgeglichen war.
Die Forschenden schlagen mehrere Erklärungen vor. Weibchen könnten das Geschlecht ihrer Nachkommen an lokale Risiken für Männchen anpassen. Auch Stress durch Jagd während der Eiablage oder das Verschwinden dominanter Männchen, worauf Weibchen mit einer Partnersuche reagieren, werden diskutiert. Erin Ulrey von der University of Georgia weist darauf hin, dass solche Änderungen langfristige Folgen für die Populationen haben könnten.
Schwierige Wörter
- Forschende — Personen, die wissenschaftlich etwas untersuchen
- Überlebensrate — Anteil der Tiere, die überleben
- Nachkomme — junges Tier, Nachfahre eines ElternteilsNachkommen
- Eiablage — Zeitpunkt oder Vorgang, wenn Eier gelegt werden
- Partnersuche — Verhalten, um einen Partner zu finden
- Population — Anzahl der Tiere einer Art in einem GebietPopulationen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche der in der Studie genannten Erklärungen finden Sie am plausibelsten? Warum?
- Welche langfristigen Folgen könnte ein Überwiegen von Weibchen für die Populationen haben?
- Welche Maßnahmen könnte man vorschlagen, um negative Folgen durch Jagd zu vermeiden?
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