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Regelverstöße beim Walhai‑Tourismus in El Azul — Level B2 — underwater photography of whale shark

Regelverstöße beim Walhai‑Tourismus in El AzulCEFR B2

22. Dez. 2025

Adaptiert nach U. South Florida, Futurity CC BY 4.0

Foto von Darcy Wheeler, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
6 Min
324 Wörter

Die Studie im Journal of Sustainable Tourism dokumentiert weitverbreitete Regelverstöße beim Walhai‑Tourismus in El Azul, einem 400 Quadratkilometer großen Aggregationsgebiet vor der Yucatán‑Halbinsel. Das Projekt wurde von Forschern der University of South Florida geleitet; Koautorinnen und -autoren stammen von der University of Massachusetts Amherst und der University of Manitoba. Lucas Griffin war Seniorautor und initiierte die Forschung, nachdem er auf einer Familienreise chaotische Vorgänge bei Tourenanbietern beobachtet hatte.

Die Analyse beruht auf Drohnenaufnahmen aus 2016 und 2022. Die Aufnahmen dokumentierten Bootsbewegungen, Interaktionen von Schwimmern und die Zahl der Tiere, die an der Oberfläche fressen. Zum Untersuchungszeitpunkt erlaubten mexikanische Vorschriften für jeden Walhai nur ein Boot, zwei Schwimmer und einen Guide im Wasser; alle Personen müssen mindestens fünf Meter vom Kopf und Schwanz der Haie Abstand halten. Die Forschenden registrierten Hunderte von Verstößen: Boote, die zu nahe kamen, Schwimmer, die Haie berührten, und dichte Ansammlungen innerhalb verbotener Distanzen.

Die Studie zeigt außerdem, dass Verstöße mit zunehmender Bootszahl häufiger wurden und besonders dann, wenn Dutzende Walhaie gleichzeitig fütterten. In solchen Situationen verteilten sich die Boote über das Gebiet und verfolgten einzelne Tiere; das reduzierte gegenseitige Aufsicht und ließ soziale Kontrolle unter den Anbietern zusammenbrechen. Verstöße traten selbst auf, wenn die Zahl der Schiffe unter der gesetzlichen Obergrenze von 120 lag: Drohnen zeichneten maximal 82 Boote in 2016 und 68 in 2022 auf.

Ein Patrouillenboot wirkte nur begrenzt, weil sich die Schiffe über ein großes Gebiet verstreuten und Schwimmer oft nicht wussten, dass Durchsetzung in der Nähe war. Große Handelsschiffe können ebenfalls Haie rammen, wobei das Ausmaß noch untersucht wird. Lokale Gemeinschaften sind auf den Tourismus angewiesen, und die Nachfrage ist seit den frühen 2000er‑Jahren gewachsen. Die Autorinnen und Autoren sagen, staatliche Durchsetzung helfe zwar, reiche aber nicht aus. Sie empfehlen stärkere Selbstregulierung durch Guides und Betreiber, besseres Monitoring wie Drohnen und längerfristige Investitionen. Das Team testet nun Tags mit Beschleunigungssensoren, um zu messen, wie Störungen den Energieverbrauch und die Gesundheit der Haie beeinflussen.

Schwierige Wörter

  • aggregationsgebietOrt, wo viele Tiere sich sammeln
  • verstoßHandlung gegen eine Regel oder Vorschrift
    Verstöße
  • vorschriftgesetzliche oder offizielle Regel für Verhalten
    Vorschriften
  • durchsetzungSicherstellung, dass Regeln befolgt werden
  • selbstregulierungRegeln und Kontrolle durch die Anbieter selbst
  • beschleunigungssensorGerät, das schnelle Bewegungsänderungen misst
    Beschleunigungssensoren

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche Folgen könnten die dokumentierten Regelverstöße kurzfristig und langfristig für die Walhaie haben?
  • Wie könnten lokale Gemeinschaften das Einkommen aus Tourismus schützen und gleichzeitig den Tierschutz verbessern?
  • Welche Chancen und Grenzen sehen Sie beim Einsatz von Drohnen und Beschleunigungssensoren für besseres Monitoring?

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