Gewebeverlustkrankheit bedroht karibische KorallenCEFR B1
13. Mai 2025
Adaptiert nach Janine Mendes-Franco, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von Renaldo Matamoro, Unsplash
Die Gewebeverlustkrankheit (Stony Coral Tissue Loss Disease, SCTLD) wurde erstmals 2014 in Florida beobachtet und hat sich seitdem in zahlreiche karibische Gebiete ausgebreitet. Nach Angaben des Institute of Marine Affairs (IMA) infiziert die Krankheit bereits mehr als zwanzig der 45 Steinkorallenarten in der Region, darunter Maze-, Mountainous- und Brain-Korallen.
SCTLD breitet sich leicht durch direkten Kontakt, Meeresströmungen und Ballastwasser aus; daher sind Häfen oft frühe Infektionsherde. Infizierte Korallen entwickeln Läsionen, bei denen Gewebe abstirbt. Diese toten Bereiche wachsen, und die Krankheit kann Kolonien innerhalb von Wochen bis Monaten töten. Die genaue Ursache ist noch unklar; sie könnte bakteriell sein oder eine Mischung aus Bakterien und einem Virus.
Um Riffe zu schützen, hat das IMA 2024 einen Zuschuss für ein einjähriges Vorsorgeprojekt erhalten. IMA-Ökologen wurden im Januar 2025 am Perry Institute of Marine Science in San Andres, Colombia geschult. Das IMA fordert proaktives Handeln und bittet, Krankheitsanzeichen über die seaiTT app zu melden sowie Ausrüstung und Bilgenwasser zu reinigen.
Schwierige Wörter
- gewebeverlustkrankheit — Krankheit, bei der Korallen Gewebe verlieren
- infizieren — einen Organismus mit Krankheitserregern befalleninfiziert
- ausbreiten — sich auf andere Orte oder Dinge verteilenausgebreitet, breitet sich
- läsion — verletzte oder abgestorbene Stelle am GewebeLäsionen
- ballastwasser — Wasser in Schiffen, das Stabilität gibt
- kolonie — Gruppe von Korallen, die zusammenwächstKolonien
- zuschuss — Geld, das für ein Projekt gegeben wird
- proaktiv — sofort handelnd, bevor Probleme größer werdenproaktives
- bilgenwasser — Wasser aus Schiffsräumen, das oft gereinigt wird
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche Folgen könnte es für Menschen und Tiere haben, wenn viele Korallenarten durch SCTLD sterben?
- Welche einfachen Schritte könnten Bootsbesitzer unternehmen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern?
- Warum ist es wichtig, Krankheitsanzeichen schnell über eine App wie seaiTT zu melden?
Verwandte Artikel
Organischer Dünger aus Fliegen und Kaffeesatz hilft Bäuerinnen
Im Distrikt Mzimba in Malawi leiden Bauern unter sinkenden Erträgen und hohen Düngerkosten. Forschende entwickeln einen organischen Dünger aus Ausscheidungen der Schwarzen Soldatenfliege, Biochar aus Reisspelzen und Kaffeesatz; erste Tests zeigen bessere Ernte.
Hühner, die medizinische Proteine in Eiern herstellen
Wissenschaftler der University of Missouri nutzen CRISPR, um ein Gen an einer festen Stelle im Hühnergenom einzubauen. Ein grüner Marker zeigte, dass das Gen über Monate aktiv blieb, was stabile Produktion in Eiern möglich macht.
Alter entscheidet über Überleben von Haien und Rochen
Eine Analyse von Fossilien über 145 Millionen Jahre zeigt: junge Hai- und Rochenarten sterben häufiger aus als ältere. Die Forschenden fanden wiederkehrende Muster und warnen, dass heutige Arten zusätzlich durch den Menschen bedroht sind.
Baniwa erhält Preis für Klima, Bildung und Praxis
Dzoodzo Baniwa aus dem Alto Río Negro im Amazonas bekam eine Auszeichnung der Bunge Foundation. Der Preis würdigte seine Arbeit zur Klima-Notlage, seine Bildungsarbeit und Projekte, die indigenes Wissen mit wissenschaftlicher Praxis verbinden.