Eine neue Studie unter Leitung von Professor Eliza Kempton an der University of Chicago hinterfragt die Idee von häufigen „Mini-Neptunen“ mit weltweiten Magma-Ozeanen. Die Forschenden kombinierten Beobachtungsdaten mit Computermodellen, um die Bedingungen an den Oberflächen dieser Planeten zu prüfen.
Daten des James Webb Space Telescope am Exoplaneten GJ 1214 b, der einen Stern im Sternbild Ophiucus umkreist, deuten darauf hin, dass seine Atmosphäre größere Moleküle enthält als nur Wasserstoff und Helium. Eine solche, schwerere Atmosphäre würde viel stärkeren Druck auf den Planetenboden ausüben.
Die Forscher fanden, dass dieser Druck geschmolzenes Gestein wieder zu festem Gestein komprimieren kann, ähnlich wie Kohlenstoff tief in der Erde zu Diamant wird. Mit mehreren Simulationen folgerten sie, dass ein erheblicher Teil der zuvor als Lava-Welten angesehenen Mini-Neptune stattdessen feste Oberflächen haben könnte. Kempton nennt das Ergebnis ein „Entweder-oder“ zwischen Lava und fester Oberfläche.
Schwierige Wörter
- Studie — Eine Untersuchung von Daten oder Informationen.
- Magma-Ozeanen — Große Fläche mit flüssigem Gestein auf Planeten.
- Forschenden — Personen, die wissenschaftlich arbeiten an Studien oder Experimenten.
- Computermodellen — Ein Computerprogramm, das Prozesse simuliert und vorhersagt.
- Atmosphäre — Gasschicht, die einen Planeten oder Körper umgibt.
- Moleküle — Kleine Gruppe von Atomen, die verbunden sind.
- Druck — Kraft pro Fläche, die auf etwas wirkt.
- komprimieren — Etwas durch Druck dichter oder kleiner machen.
- Gestein — Hartes Material, aus dem Planeten bestehen.
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Diskussionsfragen
- Würdest du lieber einen Planeten mit Lava oder mit einer festen Oberfläche erforschen? Warum?
- Wie verändern Daten von Teleskopen wie dem James Webb Space Telescope unsere Vorstellung von Exoplaneten?
- Welche Folgen hätte es für die Suche nach bewohnbaren Planeten, wenn viele Mini-Neptune feste Oberflächen haben könnten?
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