Im Sommer 2020 berichtete ein internationales Team unter Leitung von Archäologen der University of Arizona über das große Monument Aguada Fénix in Tabasco, im Südosten Mexikos. Merkmale wurden erstmals 2017 mit Lidar entdeckt; das Team hatte Lidar bereits 2015 an der Maya‑Stätte Ceibal eingesetzt. In den fünf Jahren seit dem Bericht von 2020 identifizierte das Team fast 500 ähnliche, kleinere Orte in der Region.
Neue Grabungen zeigten, dass das Monument als Kosmogramm diente. Dabei wurde eine kreuzförmige Grube (Cruciform) mit zeremoniellen Objekten freigelegt. Gefunden wurden Jadeäxte und Jadeornamente, die Krokodil, Vogel und eine gebärende Frau darstellen. Am Grubenboden lagen kleine Häufchen blauer, grüner und gelblicher Erde nach Himmelsrichtungen geordnet; das Depot datiert auf 900-845 BCE.
Die Hauptachse des Monuments richtet sich auf die aufgehende Sonne am 17. Oktober und 24. Februar aus, ein 130‑tägiger Zeitraum, der wahrscheinlich die Hälfte des 260‑tägigen mesoamerikanischen Ritualkalenders markiert. Feldarbeit zeigte zudem Aufschüttungen, Korridore, Kanäle und einen Damm. Es gab keine Zeichen zentraler königlicher Kontrolle; Führung scheint eher kooperativ gewesen zu sein.
Schwierige Wörter
- Forscherteam — Gruppe von Wissenschaftlern, die zusammen arbeiten.
- rituell — Bezogene auf Zeremonien oder religiöse Praktiken.rituelle
- Bauwerke — Große Gebäude oder Strukturen.
- Cosmogramm — Modell, das das Universum darstellt.
- Artefakte — Objekte, die von Menschen gemacht wurden.
- Infrastruktur — Die grundlegenden Systeme und Strukturen einer Gesellschaft.
- organisierte — Gut strukturiert und koordiniert.
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Diskussionsfragen
- Wie verändern die Funde unser Verständnis von Mesoamerika?
- Was denkst du über die Bedeutung von Ritualen in alten Kulturen?
- Wie wichtig ist Infrastruktur für eine Gesellschaft?
- Was könnte die Rolle von Wissenschaftlerteams bei solchen Entdeckungen sein?
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