Im April 2025 gab das Perus Project bekannt, dass eine jahrzehntelange Identifizierung aus dem Massengrab von Perus korrigiert wurde. Die Arbeiten wurden vom Center of Forensic Anthropology and Archeology (CAAF/Unifesp) und der Special Commission on the Political Dead and Disappeared (CEMDP) geleitet. Die Ankündigung erfolgte am 16. April 2025.
Die Überreste, die 1991 als Dênis Casemiro bestattet worden waren, stimmen laut neuen Analysen nicht mit seiner Familie überein. Gleichzeitig ergaben Tests eine 100-prozentige genetische Übereinstimmung zwischen bestimmten Knochen und der Familie Casemiro. Das Projekt identifizierte zudem ein weiteres Opfer, und insgesamt gelten damit sechs politische Aktivisten unter den Perus-Überresten als anerkannt.
Die Behörden erklärten, der frühere Fehler sei auf technische Grenzen zurückzuführen. Frühe Identifizierungen hatten auf Fotomontagen mit Schädeln beruht, bevor DNA-Tests verfügbar waren. Beide betroffene Familien wurden informiert, und die fraglichen Knochen wurden archiviert.
Schwierige Wörter
- Massengrab — Grab mit vielen Leichen an einem Ort
- Überrest — Teil vom Körper nach dem TodÜberreste, Überresten
- Identifizierung — Bestimmung, wer eine Person istIdentifizierungen
- Übereinstimmung — Gleichheit von Daten oder Merkmalen
- genetisch — Mit Erbinformationen eines Menschen verbundengenetische
- archivieren — Sachen sicher aufbewahren und speichernarchiviert
- Fotomontage — Bild aus mehreren Fotos zusammengesetztFotomontagen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum sind DNA-Tests laut dem Text wichtig für die Identifizierung?
- Was sollten Behörden tun, wenn sich herausstellt, dass eine frühere Identifizierung falsch war?
- Wie würden Sie reagieren, wenn eine Identifizierung in Ihrer Familie korrigiert wird?
Verwandte Artikel
Vietnam Rise unterstützt Aktivisten trotz engen Freiräumen
Vietnam Rise, gegründet von drei Mitgliedern der Diaspora, unterstützt Basisaktivisten in Vietnam mit Stipendien, Inkubation und regionaler Zusammenarbeit. Die Organisation kämpft mit Repression, Fehlinformationen und mangelnder englischer Berichterstattung.
China investiert in Nigerias Lithium
Neue Lithiumfunde in Nigeria ziehen internationale Investoren an, besonders aus China. Chinesische Firmen finanzieren viele Projekte und investieren in Aufbereitung und Fabriken, während informeller Bergbau und Kinderarbeit große Probleme bleiben.