Wissenschaftler untersuchten, wie Ameisen Nestgenossen von Fremden unterscheiden. Sie arbeiteten mit klonalen Ameisenlinien und mischten genetisch gleiche Tiere in experimentelle Kolonien. Chemische Analysen zeigten, dass die Kolonien denselben Satz wachsartiger Verbindungen teilen.
Basisversuche zeigten zuerst, dass Ameisen fremde Genotypen meist aggressiv begegnen. Dann setzten die Forschenden junge Ameisen mit schwachem chemischem Profil in fremde Kolonien. Nach einem Monat Exposition glichen sich diese Ameisen chemisch der Pflegekolonie an und wurden nicht mehr aggressiv behandelt. Einige Grenzen blieben: Tiere, die schon im Ei getrennt wurden, akzeptierten weiter ihren eigenen Genotyp. Die erlernte Toleranz war außerdem empfindlich, wenn der Kontakt endete.
Schwierige Wörter
- wissenschaftler — Personen, die Forschung oder Studien machen
- klonal — aus genetisch gleichen Individuen entstandenklonalen
- genotyp — die genetische Ausstattung eines OrganismusGenotypen
- kolonie — eine Gruppe von Tieren, die zusammenlebtKolonien, Pflegekolonie
- chemisch — bezogen auf Stoffe und ihre EigenschaftenChemische, chemischem
- toleranz — Bereitschaft, andere ohne Aggression zu akzeptieren
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Diskussionsfragen
- Warum wurden junge Ameisen nach einem Monat nicht mehr aggressiv behandelt?
- Was verstehst du unter dem Ausdruck "chemisches Profil" in diesem Text?
- Warum war die erlernte Toleranz empfindlich, wenn der Kontakt endete?
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