Forscher der University of Utah statteten eine handelsübliche Handprothese mit Näherungs- und Drucksensoren aus und nutzten künstliche Intelligenz. Sie trainierten ein neurales Netzwerk, damit die Finger die richtige Greifhaltung einnehmen und Abstand zu Objekten halten.
Die Sensoren waren sehr empfindlich und erkannten auch sehr leichte Berührungen. Mit der KI arbeitete die Prothese stabiler und präziser. Teilnehmende mit einer Amputation zwischen Ellenbogen und Handgelenk konnten viele Alltagstätigkeiten besser ausführen und brauchten weniger Konzentration.
Feine Aufgaben wie das Aufheben kleiner Gegenstände und das Trinken aus einem Plastikbecher klappte besser, ohne umfangreiches Training.
Schwierige Wörter
- handprothese — künstliche Hand, die einen Arm ersetzt
- sensor — Gerät, das Berührungen oder Abstand misstSensoren
- künstliche Intelligenz — Computertechnik, die aus Daten lernt und entscheidet
- trainieren — jemanden oder etwas üben lassen, damit bessertrainierten
- amputation — Entfernung eines Körperteils durch eine Operation
- präzise — genau, mit sehr wenig Fehlerpräziser
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie wichtig wäre für dich eine Prothese mit Sensoren im Alltag? Warum?
- Welche kleinen Aufgaben findest du schwierig und warum?
- Würdest du lieber mehr Technik oder mehr Training für neue Geräte haben? Begründe kurz.
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