Das Wachstum von KI erhöht den Energie- und Wasserbedarf von Rechenzentren, die oft Strom aus fossilen Quellen nutzen. Forscher an der University of California, Riverside entwickelten deshalb die Methode Federated Carbon Intelligence (FCI). Sie verbindet Umweltinformationen über die Kohlenstoffintensität des Strommixes mit Echtzeitdaten zum Zustand einzelner Server.
In Simulationen zeigten die Modelle, dass FCI die Kohlendioxidemissionen um bis zu 45 Prozent über einen fünfjährigen Zeitraum reduzieren kann. Außerdem könnte das System die Betriebsdauer einer Serverflotte um 1,6 Jahre verlängern. FCI überwacht Temperatur, Alter und physischen Verschleiß, um belastete Geräte nicht zu überlasten und Ausfälle zu vermeiden.
Der Ansatz bezieht auch den CO2‑Aufwand der Herstellung neuer Server mit ein, indem er längere Nutzung und eine Balance zwischen Leistung, Verschleiß und Umwelteinfluss anstrebt. Die Studie wurde in MRS Energy and Sustainability veröffentlicht; als nächster Schritt sind Tests mit Cloud-Anbietern geplant.
Schwierige Wörter
- rechenzentrum — Ort mit vielen Computern für DatenverarbeitungRechenzentren
- kohlenstoffintensität — Menge an CO2 pro erzeugter Strommenge
- echtzeitdatum — Informationen, die sofort und aktuell verfügbar sindEchtzeitdaten
- kohlendioxidemission — Ausstoß von CO2 in die AtmosphäreKohlendioxidemissionen
- serverflotte — Mehrere Server, die zusammen betrieben werden
- verschleiß — Schäden oder Abnutzung durch Nutzung
- überlasten — zu viel Arbeit oder Last geben
- verlängern — länger machen oder die Dauer erhöhen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Würden Sie zustimmen, dass Server länger genutzt werden sollen, um CO2 zu sparen? Warum?
- Welche Probleme könnten entstehen, wenn man ältere Server länger betreibt?
- Was sollte bei Tests mit Cloud-Anbietern besonders geprüft werden?
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