Forschende der University at Buffalo untersuchten in Laborversuchen, wie viele Mikrofasern aus Zigarettenfiltern ins Wasser gelangen. Sie legten Zigarettenstummel in stilles, mäßig bewegtes und stärker bewegtes Wasser und beobachteten die Freisetzung. Zu Beginn gab ein Filter etwa 24 Mikrofasern innerhalb von 20 Sekunden ab, unabhängig von der Wasserbewegung.
Nach zehn Tagen konnten einzelne Filter, die mehr als 10.000 Mikrofasern enthalten, je nach Wasserbewegung zwischen 63 und 144 Mikrofasern abgeben. Aus diesen Ergebnissen schätzten die Forschenden die Verschmutzung in New York: täglich werden nach konservativen Schätzungen 71 Millionen bis 1,4 Milliarden Mikrofasern freigesetzt.
Die Studie, mit Ghazal Vasseghi als Erstautorin und John D. Atkinson als korrespondierendem Autor, wurde im Journal of Hazardous Materials: Plastics veröffentlicht. Die Forschenden nannten Gesundheits- und Ökorisiken und empfahlen bessere Aschenbecher und Sammelsysteme in Regenkanälen.
Schwierige Wörter
- mikrofaser — sehr dünne Kunststofffasern, kleiner als HaareMikrofasern
- zigarettenstummel — Teil der Zigarette nach dem Rauchen
- freisetzung — Vorgang, bei dem etwas frei kommt
- wasserbewegung — Art und Stärke der Bewegung im Wasser
- konservativ — vorsichtige, eher niedrige Schätzung von Zahlenkonservativen
- sammelsystem — Systeme, um Abfälle an einem Ort zu sammelnSammelsysteme
- verschmutzung — Schmutz oder Schadstoffe in der Umwelt
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie findest du die Idee von Sammelsystemen für Zigarettenstummel in deiner Stadt? Begründe kurz.
- Würdest du bessere Aschenbecher an öffentlichen Orten unterstützen? Warum oder warum nicht?
- Welche Folgen könnte die Verschmutzung durch Mikrofasern für lokale Gewässer haben? Beschreibe in ein bis zwei Sätzen.
Verwandte Artikel
Yu Kongjian, Pionier der Schwammstädte, stirbt bei Flugzeugabsturz
Der Landschaftsarchitekt Yu Kongjian (62) kam am 23. September 2025 bei einem Flugzeugabsturz im Pantanal in Brasilien ums Leben. Drei weitere Menschen starben; die Gruppe arbeitete an einem Film über Schwammstädte. Die Ursache wird untersucht.
Mehr schädliche Chemikalien in stark genutzten Einweg‑E‑Zigaretten
Eine Studie fand, dass stark genutzte Einweg‑E‑Zigaretten höhere Mengen schädlicher Chemikalien in der Restflüssigkeit aufweisen. Tests an menschlichen Lungenzellen zeigten Schäden, daher raten Forschende zu Vorsicht bei Geräten mit vielen Zügen.