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Ein Gen‑Schalter ermöglicht Schmetterlings‑Mimikry — Level B2 — white and black butterfly perched on brown stem in close up photography during daytime

Ein Gen‑Schalter ermöglicht Schmetterlings‑MimikryCEFR B2

31. Dez. 2025

Adaptiert nach U. Chicago, Futurity CC BY 4.0

Foto von Marta Costa, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
4 Min
190 Wörter

Eine neue Studie an Papilio alphenor erklärt, wie ein einzelner genetischer Schalter die komplexe Fähigkeit zur Mimikry ermöglicht. Obwohl Supergene meist aus mehreren benachbarten Genen bestehen, steuert hier das Gen doublesex allein die Entwicklung des mimetischen Flügelmusters. Die Arbeit wurde in PNAS veröffentlicht und von den National Institutes of Health finanziert; Quelle ist die University of Chicago, Erstautor ist Nicholas VanKuren und Letztautor Marcus Kronforst.

Die Forschenden setzten moderne Genomsequenzierung und experimentelle Werkzeuge, darunter CRISPR, ein, um Funktion und Evolution des Gens zu prüfen. Sie fanden, dass das neue Allel nur geringe Änderungen in der Proteinstruktur trug. Stattdessen hatte es sechs zusätzliche cis‑regulatorische Elemente gewonnen, kleine Stücke naher nichtkodierender DNA. Die Wirkung dieser Elemente hing vom doublesex‑Protein ab; zusammen veränderten sie die An‑ und Abschaltmuster des Gens, sodass das mimetische Weibchenmuster entstand.

Das Allel regulierte außerdem mehrere nachgeschaltete Gene, die für Körperplanentwicklung und Flügelmusterung bekannt sind. Die Ergebnisse zeigen, wo im Genom nach Schaltern für Farbmuster gesucht werden sollte, und deuten an, dass verwandte Arten denselben genbasierten Mimikry‑Schalter teilen.

  • Mechanismus: Gewinn von cis‑Regulatoren statt Proteinänderungen.
  • Folge: geschlechtsspezifisches, mimetisches Flügelmuster bei Weibchen.
  • Methoden: Genomsequenzierung und CRISPR‑Experimente.

Schwierige Wörter

  • supergenGruppe von mehreren nahe beieinander liegenden Genen
    Supergene
  • allelUnterschiedliche Version eines Gens auf einem Chromosom
  • cis‑regulatorischNichtkodierende DNA‑Abschnitte, die Gensteuerung beeinflussen
    cis‑regulatorische
  • nichtkodierendDNA‑Bereiche, die nicht für Proteine codieren
    nichtkodierender
  • nachgeschaltetWeiter unten in einer Regulationskette stehende Gene
    nachgeschaltete
  • mimetischAnpassung, bei der Tiere andere Arten nachahmen
    mimetischen, mimetisches

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Diskussionsfragen

  • Warum ist es wichtig, dass hier ein einzelnes Gen die Mimikry steuert, statt eines Supergens aus mehreren Genen?
  • Welche möglichen Vorteile könnten cis‑regulatorische Änderungen gegenüber Proteinänderungen für die Evolution von Farbmustern haben?
  • Wie könnten Genomsequenzierung und CRISPR dabei helfen, ähnliche genetische Schalter in verwandten Arten zu finden?

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