Ein Forschungsteam untersuchte, ob Verdrehen von Wurzeln durch den kompletten Verlust einer Genfunktion entsteht oder schon durch eine lokale Änderung der Genexpression. Dazu nutzten sie ein Modell mit Wurzeln, die nach rechts oder links abweichen können, und setzten die normale Genvariante gezielt in bestimmte Zellschichten ein.
Das Ergebnis war klar: Wurde das Gen nur in der äußeren Zellschicht, der Epidermis, aktiviert, wuchsen die Wurzeln gerade. Messungen und Computer‑Modelle erklärten, dass die äußere Schicht viel Einfluss hat und so das Verhalten der ganzen Wurzel ändern kann. Das könnte bei der Züchtung robuster Pflanzen helfen.
Schwierige Wörter
- forschungsteam — Gruppe von Personen, die wissenschaftlich arbeitet.
- genfunktion — Aufgabe eines Gens in einem Organismus.
- genexpression — Herstellen von Genprodukten in einer Zelle.
- epidermis — Die äußere Zellschicht bei Pflanzenwurzeln.
- aktivieren — Ein Gen einschalten, damit es funktionieren kann.aktiviert
- modell — Einfache Nachbildung zur Erklärung von Prozessen.Modelle
- züchtung — Planmäßiges Verändern von Pflanzen oder Tieren.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum kann die äußere Zellschicht das Verhalten der ganzen Wurzel ändern?
- Fändest du es wichtig, Pflanzen robuster zu machen? Warum oder warum nicht?
- Welche Vorteile hätten robustere Pflanzen für Gärtner oder Bauern?
Verwandte Artikel
Ernteverluste in Afrika durch Klima, Schädlinge und Krankheiten
Forscher der GBCL warnen, dass Klimaschocks, Schädlinge und Krankheiten in Afrika Ernteverluste verursachen und die Ernährungssicherheit verschlechtern. Beispiele aus Kenia und Nigeria zeigen Folgen für Erträge, Einkommen und Märkte; Maßnahmen wie Bewässerung und widerstandsfähige Saaten werden empfohlen.
Neue Studie: Evolution der Thunfische war langsam
Eine Studie der Yale-Universität zeigt, dass Thunfische und Makrelen ihre große Körpergröße und Wärmebildung nicht schnell nach dem Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren entwickelten. Die Merkmale entstanden später und mehrfach unabhängig.
Epigenetische Unterschiede bei Menschen in den Anden
Forscher verglichen das Methylom von Menschen aus dem andinen Hochland und dem Tiefland. Sie fanden deutliche Unterschiede in der DNA-Methylierung, die mit Blutgefäßen, Muskulatur und möglicher Krankheitsanfälligkeit zusammenhängen könnten.
Mechanische Partikel bilden einen elektroniklösen Schwarm
Forscher entwickelten winzige mechanische Partikel, die ohne Elektronik oder Batterien arbeiten. Ihre Form und flexible Arme steuern das Verhalten; äußere Vibrationen lösen Verbindungen und lassen den Schwarm sich ausbreiten und neu ordnen.
Studie: Wenig Vielfalt in Zulassungsstudien für Arzneimittel
Eine Studie zeigt, dass nur ein kleiner Teil der entscheidenden klinischen Studien die rassische und ethnische Vielfalt der USA widerspiegelt. Forschende fordern mehr Teilnehmende mit unterschiedlichem genetischen Hintergrund schon in frühen Phasen.