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Dammbruch in Lubumbashi setzt giftiges Wasser frei — Level B2 — a close up of a rock with yellow and blue colors

Dammbruch in Lubumbashi setzt giftiges Wasser freiCEFR B2

29. Nov. 2025

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
5 Min
293 Wörter

Am 4. November 2025 brach ein Damm in einer Mine bei Lubumbashi in der Provinz Haut-Katanga. Betreiber ist Congo Dongfang Mining (CDM), eine Tochtergesellschaft von Zhejiang Huayou Cobalt. Nach dem Bruch floss saures Abwasser über die südliche Mauer in Gräben, Straßen, Häuser und auf den Markt Moïse Katumbi; Händler mussten den Handel einstellen und Teile der Stadt wurden schwer zugänglich.

Zeugen berichten, CDM habe Kanäle angelegt, um große Mengen säurehaltiger Abwässer zu entsorgen. Einwohner sagen weiter, dass die Viertel Kasapa, Kamisepe und Kamatete seit 2012 bei Regenzeiten regelmäßig Überschwemmungen und Hauszusammenbrüche infolge von Bergbauabwässern erleben. Die NGO Afrewatch hatte 2020 vor solchen Risiken gewarnt.

Das ausgelaufene Wasser enthielt gefährliche Schwermetalle wie Blei und Arsen, und mehrere Brunnen wurden kontaminiert. Aziza Muna sagte, ihr Brunnen sei ihre Lebensader, weil sie Leitungswasser nicht bezahlen kann. Umweltforscher Dickson Kabange warnte vor Erosion von Ökosystemen, dem Verschwinden aquatischer Arten und einem erhöhten Krankheitsrisiko; ohne präventive staatliche Maßnahmen könnten Todesfälle folgen.

Wegen Armut sammelten einige Familien tote Fische zum Essen; Patrick Tshimanga berichtete, er habe 70 Tilapias und 55 Welse gesammelt, einige gegessen und den Rest verkauft, obwohl vor Gift gewarnt wurde. Zivilgesellschaftliche Gruppen wie Resource Matters, das Konsortium Mazingira pour Tous und Justicia Asbl fordern harte Sanktionen, strafrechtliche Verfolgung von CDM-Führungskräften und die sofortige Dekontamination des Flusses. Am 6. November 2025 ordnete der nationale Bergbauminister Louis Wantum eine dreimonatige Aussetzung aller CDM-Bergbauaktivitäten an; am 22. November 2025 kündigte Justizminister Guillaume Ngefa eine Untersuchung und mögliche rechtliche Schritte an.

Der Vorfall rückt breitere Probleme beim Bergbau in Haut-Katanga, Lualaba und Tanganyika in den Fokus, wo mehrere Unternehmen, vor allem chinesische, Kupfer und Kobalt abbauen. Aktivisten fordern, dass der Bergbau für die Energiewende stärkere Mechanismen der Umweltgerechtigkeit einschließen muss, um lokale Gemeinden besser zu schützen.

Schwierige Wörter

  • schwermetallMetall mit hoher Toxizität für Mensch und Umwelt
    Schwermetalle
  • abwasserGebrauchtes Wasser, das weggeleitet oder entsorgt wird
    Abwässer
  • kontaminierenEtwas mit schädlichen Stoffen verunreinigen
    kontaminiert
  • bergbauabwasserWasser, das beim Bergbau verschmutzt entsteht
    Bergbauabwässern
  • dekontaminationEntfernung gefährlicher Stoffe aus einem Ort
  • aussetzungVorübergehende Unterbrechung einer Tätigkeit oder Aktion
  • umweltgerechtigkeitFairer Schutz der Umwelt für betroffene Gemeinden

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche kurzfristigen Maßnahmen sollten lokale Behörden nach einem Dammbruch ergreifen, um Menschen zu schützen?
  • Welche Probleme kann die Kontamination von Brunnen für arme Familien langfristig verursachen?
  • Wie könnten Mechanismen der Umweltgerechtigkeit beim Bergbau helfen, lokale Gemeinden besser zu schützen?

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