Eine Studie mit 17 erwachsenen Teilnehmenden im Alter von 24 bis 56 Jahren untersuchte, ob computerbasierte kognitive Spiele die Gehirnstruktur nach chronischer traumatischer Hirnverletzung verändern. Die Forschenden wiesen die Personen zufällig einer Experimental- oder Kontrollgruppe zu. Die Experimentalgruppe arbeitete mit dem Brain Fitness Program 2.0 und absolvierte 40 einstündige Sitzungen über 14 Wochen.
Die Aufgaben umfassten unter anderem das Abrufen von Silbenfolgen, das Unterscheiden verschiedener Tonfrequenzen und das Erinnern an Details aus einer mündlichen Geschichte. Mit Diffusions-Magnetresonanztomographie, einem Verfahren zur Messung der Geschwindigkeit und Richtung von Wasserteilchen im Gehirn, erfasste das Team Veränderungen in den Nervenfaserbahnen.
Teilnehmende, die die Spiele durchführten, zeigten im Zeitverlauf signifikante Veränderungen der Neuroplastizität gegenüber denen, die das Programm nicht abschlossen. Diese strukturellen Veränderungen standen in Verbindung mit messbaren Zuwächsen bei Tests zur Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit und zum Arbeitsgedächtnis. Die Ergebnisse erschienen im Journal of Neurotrauma.
Schwierige Wörter
- neuroplastizität — Fähigkeit des Gehirns, seine Struktur zu verändern
- diffusions-magnetresonanztomographie — Bildgebendes Verfahren zur Messung von Wasserbewegungen
- nervenfaserbahnen — Bündel von Nervenfasern, die Signale leiten
- hirnverletzung — Schädigung des Gehirns durch äußere Kraft
- kontrollgruppe — Gruppe, die kein neues Verfahren erhält
- arbeitsgedächtnis — Kurzzeitige Speicherung von Informationen für Aufgaben
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Glauben Sie, dass computerbasierte kognitive Spiele bei der Rehabilitation nach Hirnverletzungen helfen können? Warum oder warum nicht?
- Welche Vorteile oder Nachteile sehen Sie bei einem Training mit 40 einstündigen Sitzungen über 14 Wochen?
- Wie würde sich ein Programm wie dieses auf das tägliche Leben von Betroffenen auswirken?
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