Künstlerinnen und Künstler, Journalistinnen und indigene Kulturschaffende in Australien haben die Kampagne „Stop AI Theft“ gestartet, weil sie finden, dass generative KI ihre Arbeit ohne Erlaubnis nutzt. Betroffene berichten von geklonten Stimmen, plagiierten Recherchen und von falscher indigener Kunst, die verkauft wurde.
Der Tech Council of Australia berichtete im August 2025, dass 84 Prozent der Büroangestellten KI bei der Arbeit nutzen und dass KI wirtschaftlichen Wert schaffen könne; der Rat nannte auch große geschätzte Beträge und mögliche neue Arbeitsplätze bis 2030. Gleichzeitig sagen Urheber, populäre KI‑Modelle hätten Inhalte aus dem Internet für das Training verwendet und teils nahezu identische Werke erzeugt.
Im Juli 2024 forderte die MEAA bei einer Senatsanhörung Änderungen: Nutzer sollen der Nutzung ihrer Werke widersprechen können, kreative Beschäftigte für KI‑Training entschädigt werden und Firmen offenlegen, welche Materialien sie genutzt haben. Die Kampagne richtet Briefe an die CEOs großer Tech‑Firmen und nutzt den Hashtag #PayUp.
Schwierige Wörter
- künstler — Personen, die Kunst schaffen oder zeigenKünstlerinnen
- generativ — etwas, das neue Inhalte automatisch erzeugtgenerative
- kampagne — organisierte Reihe von Aktionen für ein Ziel
- urheber — Personen, die Texte, Bilder oder Musik erstellen
- plagiieren — Texte oder Werke ohne Erlaubnis kopieren und benutzenplagiierten
- entschädigen — Geld geben, wenn jemand durch etwas Schaden hatentschädigt
- widersprechen — gegen eine Nutzung oder Entscheidung Nein sagen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Sollten kreative Beschäftigte für das Training von KI bezahlt werden? Warum ja oder nein?
- Welche Folgen hat die häufige Nutzung von KI am Arbeitsplatz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?
- Glauben Sie, eine Kampagne mit Briefen und Hashtag kann Firmen beeinflussen? Was könnte noch helfen?
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