Künstlerinnen und Künstler, Journalistinnen und indigene Kulturschaffende in Australien haben die Kampagne „Stop AI Theft“ gestartet, um stärkeren Schutz gegen den Einsatz generativer künstlicher Intelligenz zu fordern. Viele Kreative berichten, KI‑Tools hätten ihre Arbeit ohne Erlaubnis fürs Training genutzt und erzeugten teilweise fast identische Werke; Sprecherinnen aus der Synchronbranche sagen, ihre Stimmen seien geklont worden, und Lokaljournalistinnen sehen, dass Recherchen plagiiert und wiederverwendet wurden.
Der Tech Council of Australia berichtete im August 2025, dass 84 Prozent der Australier in Büroberufen KI nutzen; der Rat nannte außerdem geschätzte wirtschaftliche Werte, etwa AUD 115 Milliarden (über USD 79 Milliarden), und mögliche 200.000 Arbeitsplätze bis 2030. Ein Bericht der University of Sydney vom Januar 2026 warnte, Journalistinnen und Journalisten würden in generativen KI‑Suchergebnissen zunehmend unsichtbar.
Die MEAA stellte im Juli 2024 konkrete Forderungen: die Möglichkeit zum Widerspruch gegen das Training mit eigenen Werken, gesetzliche Entschädigungen für kreative und mediale Beschäftigte und Transparenzregeln für Trainingsdaten. Aktivistinnen und Aktivisten forderten mit dem Hashtag #PayUp Zahlungen von Tech‑Firmen und schrieben offene Briefe an CEOs von Amazon, Google, Meta, Microsoft, Open AI und X. Im August 2025 gab es Dialoge mit Firmen; die Bundesregierung kündigte im Oktober 2025 an, den Urheberrechtsschutz beizubehalten. Der im Dezember 2025 vorgestellte National AI Plan sagte, bestehende Gesetze würden im Hinblick auf KI‑Risiken geprüft, und die Regierung schloss eine Ausnahme für Text‑ und Daten‑Mining im Urheberrecht aus, was Aktivistinnen zufolge verhindert habe, dass Tech‑Firmen freien Zugang zu australischen Werken erhalten.