Forschende berichten, dass das Abschwächen einer bestimmten Hirnverbindung Rückfälle bei Opioidabhängigkeit verringern könnte. Die Studie stammt von der Washington State University und wurde im Journal of Neuroscience veröffentlicht.
Im Tiermodell, das menschlichen Opioidgebrauch nachahmt, senkte die Verringerung der Aktivität in dieser Verbindung das Heroinsuchverhalten deutlich. Die Verbindung verbindet den prelimbischen Kortex und den paraventrikulären Thalamus, zwei Hirnregionen, die mit Verlangen und drogenbezogenen Hinweisen zu tun haben.
Das Team nutzte zwei Methoden: eine Chemogenetik-Strategie mit einem Designer-Rezeptor und Medikament und eine Optogenetik-Strategie mit Licht im Thalamus. Die Lichtbehandlung wirkte noch stärker. In den USA gab es mehr als 79.000 Opioid-Todesfälle im Jahr 2023.
Schwierige Wörter
- Forschende — Personen, die wissenschaftlich arbeiten und untersuchen
- Rückfall — Wieder beginnen mit der drogenabhängigen NutzungRückfälle
- Tiermodell — Versuch mit Tieren, um menschliches Verhalten zu zeigen
- Hirnverbindung — Verbindung zwischen zwei Bereichen im Gehirn
- Verlangen — Starkes Bedürfnis nach etwas, oft nach Drogen
- Chemogenetik — Methode, die Zellen mit Chemikalien steuertChemogenetik-Strategie
- Optogenetik — Methode, die Zellen mit Licht steuertOptogenetik-Strategie
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum verwendet das Team ein Tiermodell in der Studie?
- Bevorzugst du eine Behandlung mit Licht oder mit Medikamenten? Warum?
- Wie findest du die Zahl der Opioid-Todesfälle in den USA?
Verwandte Artikel
Studie: Videospiele können Stress reduzieren
Eine Studie der Boston University zeigt, dass viele Studierende Videospiele zur Stressbewältigung und Emotionsregulation nutzen. Bestimmte Spielmotive hängen mit mehr positiven Gefühlen oder einer Verringerung negativer Gefühle nach dem Spielen zusammen.
GLO1 schützt gegen Calcium‑Schäden im Gehirn
Forscher der Yale School of Medicine fanden, dass das Protein GLO1 bei hohem zellulärem Calcium ansteigt und vor Schäden schützt. Die GLO1-Aktivität fällt mit dem Alter, was die Widerstandsfähigkeit des Gehirns gegen Degeneration senken kann.
Wie verteilte Gehirnnetzwerke Intelligenz formen
Neurowissenschaftler untersuchten mit Hirnbildgebung, wie die Organisation vieler Gehirnbereiche zur allgemeinen Intelligenz führt. Die Studie zeigt, dass Intelligenz aus vernetzter, systemweiter Koordination entsteht und nicht aus einer einzigen Region.
Missverständliche Handzeichen erhöhen Unfallrisiko mit Radfahrern
Eine Studie der Rice University zeigt, dass Autofahrer vor allem Armzeichen beachten. Fehlende oder uneinheitliche Signale und Ablenkung machen das Erkennen von Radfahrerabsichten schwieriger. Die Forschung empfiehlt klarere Aufklärung und weitere Studien.