Forschende des Boston University College of Communication veröffentlichten die Studie in Frontiers in Communication. Sie befragten knapp 350 Bachelor- und Masterstudierende zu Spielgewohnheiten, Spielmotiven sowie zum Gefühlszustand vor, während und nach dem Spielen.
Die Ergebnisse zeigen, dass 64% der Teilnehmenden Videospiele zur Bewältigung von Stress nutzten. Fast 52% nannten Einzelspieler‑Spiele und etwa 57% Mehrspieler‑Spiele. Besonders beliebt waren rundenbasierte Strategiespiele, Ego‑Shooter und Rollenspiele. Untersucht wurden Spiele auf Computern, Konsolen wie Xbox oder PlayStation sowie auf Handheld‑Geräten wie Smartphones.
Die Forschenden fanden Zusammenhänge zwischen Spielmotiven und dem anschließenden emotionalen Zustand: Personen mit starker Immersion nutzten Spiele häufiger zur Emotionsregulation. Spieler, die wegen der Geschichte, sozialer Interaktion oder aus Eskapismus spielten, berichteten eher von mehr positiven Gefühlen. Wer wegen Autonomie und Erkundung spielte, verzeichnete eine stärkere Verringerung negativer Gefühle.
Schwierige Wörter
- veröffentlichen — etwas öffentlich oder in Medien bekannt machenveröffentlichten
- befragen — Fragen an Personen stellen, um Informationen zu bekommenbefragten
- bewältigung — mit einem Problem oder Stress fertig werden
- spielmotiv — Grund, warum jemand ein Spiel spieltSpielmotiven
- gefühlszustand — wie eine Person emotional fühlt
- immersion — starkes Eintauchen in ein Spiel oder Medium
- emotionsregulation — Gefühle bewusst verändern oder wieder stabilisieren
- eskapismus — Wunsch, der Realität zu entfliehen
- autonomie — das Gefühl, selbst entscheiden zu können
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Hast du selbst schon einmal Spiele zur Stressbewältigung genutzt? Warum oder warum nicht?
- Welche Spieltypen findest du am besten, um dich zu entspannen? Nenne Gründe.
- Glaubst du, dass Spiele negative Gefühle verringern können? Erkläre kurz deine Meinung.
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