Eine nationale Analyse, veröffentlicht in JAMA Network Open, zeigt, dass Telemedizin 2024 fast 20 % der PrEP‑Versorgung in den USA ausmachte. Konkret erhielten mehr als 110.000 der rund 580.000 PrEP‑Nutzer ihre Medikamente per Telemedizin. Der Anteil stieg von unter 1 % im Jahr 2019 auf 9 % im Jahr 2022 und lag 2024 deutlich höher.
Die Studie kombinierte landesweite PrEP‑Verschreibungszahlen von AIDSVu mit de‑identifizierten, HIPAA‑konformen Daten des größten nationalen TelePrEP‑Anbieters, MISTR. Das Emory‑Team arbeitete mit weiteren Partnern zusammen und weist darauf hin, dass die Ergebnisse die TelePrEP‑Reichweite wahrscheinlich unterschätzen, weil nur Daten eines Anbieters verwendet wurden.
Wichtige Befunde: 77 % der TelePrEP‑Nutzer hatten zuvor keine PrEP genutzt, mehr als ein Drittel (58.761) war unversichert und über 80 % entschieden sich für Tests zu Hause auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Das TelePrEP‑Modell basiert auf Partnerschaften mit gemeindenahen Gesundheitsorganisationen, die das bundesstaatliche 340B‑Programm nutzen.
- MISTR übernimmt Kosten für Labore, Konsultationen, Verordnungen und Versand.
- TelePrEP wird unabhängig vom Versicherungsstatus kostenfrei angeboten.
Die Forschenden und Anbieter betonen, dass Telemedizin Zugangshürden verringert und empfehlen, das Modell beim Wandel des Gesundheitssystems weiter auszubauen. Quelle: Emory University.
Schwierige Wörter
- telemedizin — medizinische Versorgung über Telefon oder Internet
- unversichert — ohne Krankenversicherung oder ohne Versicherungsschutz
- reichweite — das Ausmaß, wie viele Menschen erreicht werdenTelePrEP‑Reichweite
- gemeindenah — in der Nähe einer Gemeinde lokal tätig seingemeindenahen
- zugangshürde — ein Hindernis, das Zugang erschwertZugangshürden
- ausbauen — etwas erweitern oder stärker entwickelnauszubauen
- kostenfrei — ohne Bezahlung für die Nutzer
- labor — Ort für medizinische Tests und AnalysenLabore
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Diskussionsfragen
- Welche Vorteile und möglichen Nachteile sehen Sie bei TelePrEP für Menschen ohne Krankenversicherung?
- Wie könnte das beschriebene TelePrEP‑Modell erweitert werden, damit es mehr Menschen in ländlichen Regionen erreicht?
- Welche Rolle sollten gemeindenahen Gesundheitsorganisationen beim Ausbau von Telemedizinangebote spielen?
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