Wissenschaftler haben einen neuen Mechanismus gefunden, wie Nervenzellen Schmerz einschalten können. Aktive Neuronen setzen ein Enzym in den Raum zwischen den Zellen frei. Dieses Enzym verändert außen an den Zellen Proteine; man nennt das Phosphorylierung.
In Experimenten mit Mäusen zeigte das Forschungsteam, dass das Enzym die Wirkung eines Rezeptors verstärkt, der an Schmerz sowie an Lernen beteiligt ist. Entfernten die Forschenden das Enzym aus schmerzempfindlichen Neuronen, spürten die Mäuse nach Operationen weniger Schmerz, hatten aber normale Bewegung und Sinneswahrnehmungen.
Die Forschenden hoffen, dass das gezielte Beeinflussen solcher äußerer Enzyme neue und sicherere Behandlungen möglich macht. Als nächsten Schritt prüfen sie, ob der Mechanismus für viele Proteine gilt.
Schwierige Wörter
- mechanismus — Art und Weise, wie etwas funktioniert
- enzym — Eiweiß, das chemische Reaktionen beschleunigt
- phosphorylierung — chemische Änderung von Proteinen durch Anheften
- rezeptor — Protein an der Zelle, das Signale empfängtRezeptors
- protein — Moleküle in Zellen, wichtig für Struktur und FunktionProteine
- schmerzempfindlich — Zellen oder Nerven, die Schmerz fühlenschmerzempfindlichen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum könnten gezielte und sichere Behandlungen gegen Schmerz wichtig sein?
- Was denken Sie: Sollte man zuerst an Tieren oder an Menschen testen? Warum?
- Kennst du eine Behandlung gegen Schmerzen? Hat sie gut geholfen?
Verwandte Artikel
Zweite Verbindung macht Rifampicin gegen Tuberkulose wirksamer
Forscher kombinierten Rifampicin mit einer Prüfverbindung namens AAP-SO2. Die Kombination greift die bakterielle RNA-Polymerase an zwei verschiedenen Schritten an und tötet resistente Bakterien vor allem in einem Tiermodell besser.
Zwei Mikroglia‑Typen beeinflussen Angst bei Mäusen
Forscher an der University of Utah fanden zwei Mikroglia‑Gruppen, die bei Mäusen Angst entweder auslösen oder verhindern. Die Studie in Molecular Psychiatry zeigt neue Therapieideen, doch Behandlungen sind nicht kurzfristig zu erwarten.