Forscher, darunter Philbert Luhunga von der Tanzania Commission for Science and Technology (COSTECH), warnen, dass Teile Tansanias künftig stärkere Niederschläge und höhere Temperaturen erleben werden. Die Ergebnisse stammen aus einer Studie in Nature Scientific Reports und basieren auf modernen Klimamodellen und Daten für den Zeitraum 2011 bis 2100.
Der Bericht nennt eine Zunahme sogenannter "sehr nasser" und "extrem nasser" Tage, definiert mit 50 mm bis 450 mm Niederschlag. Am stärksten betroffen könnten Küstengebiete, die südwestlichen Hochländer und nordöstliche Regionen sein. Auch die Regenzeit von Oktober bis Dezember dürfte unberechenbarer werden und städtische Nächte deutlich wärmer.
Das hat Folgen für Bäuerinnen und Bauern sowie für die Gesundheit: Expertinnen warnen, dass unregelmäßige Regenfälle und höhere Temperaturen Krankheitsausbrüche verschärfen können. Deshalb werden stärkere nationale Politik und bessere Vorsorge gefordert.
Schwierige Wörter
- warnen — jemandem eine Gefahr oder ein Risiko sagen
- niederschlag — Wasser, das als Regen oder Schnee fällt
- klimamodell — ein Computerprogramm zur Simulation des KlimasKlimamodellen
- regenzeit — Teil des Jahres mit regelmäßigem Regen
- unberechenbar — nicht zuverlässig vorhersehbar oder planbarunberechenbarer
- vorsorge — Maßnahmen, um Schäden zu verhindern
- krankheitsausbruch — plötzliches Auftreten vieler neuer KrankheitsfälleKrankheitsausbrüche
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie könnten stärkere Niederschläge die Arbeit von Bäuerinnen und Bauern in Tansania beeinflussen?
- Welche Maßnahmen sollte die nationale Politik treffen, um bessere Vorsorge zu erreichen?
- Wie würde wärmere Stadtluft in der Nacht das Leben in Städten verändern?
Verwandte Artikel
Wenige reiche Länder prägen Forschung in der Tropenmedizin
Eine Analyse zeigt, dass Redaktionsgremien der Tropenmedizin überwiegend aus wohlhabenden Ländern stammen. Betroffene Regionen sind oft unterrepräsentiert; die Studie verknüpft dies mit Finanzierungsungleichheiten und empfiehlt mehr Diversität und Partnerschaften.
Baniwa erhält Preis für Klima, Bildung und Praxis
Dzoodzo Baniwa aus dem Alto Río Negro im Amazonas bekam eine Auszeichnung der Bunge Foundation. Der Preis würdigte seine Arbeit zur Klima-Notlage, seine Bildungsarbeit und Projekte, die indigenes Wissen mit wissenschaftlicher Praxis verbinden.
Wärmere Temperaturen machen invasive braune Anolis-Echsen aggressiver
Eine Studie zeigt: Bei steigender Temperatur werden invasive braune Anolis‑Echsen aggressiver als einheimische grüne Anolis‑Echsen. In kontrollierten Gehegen stieg Aggression bei beiden Arten, aber stärker bei den braunen, was Konkurrenz zugunsten der Invasoren verschieben könnte.
Viele Küstengemeinden ziehen ins Landesinnere
Eine neue globale Studie mit Satellitennachtlichtdaten zeigt: In den letzten 30 Jahren sind viele Küstengemeinden ins Landesinnere gewandert. Rückzug hängt stärker mit sozialer und infrastruktureller Verwundbarkeit zusammen als mit historischer Gefährdung.
Vorzeitige Todesfälle verhindern Zugang zu Medicare
Eine Studie zeigt, dass zwischen 2012 und 2022 die vorzeitigen Todesfälle bei Erwachsenen (18–64) in den USA gestiegen sind. Viele Menschen sterben, bevor sie mit 65 Anspruch auf Medicare haben; besonders starke Zunahmen gab es bei Schwarzen Amerikanern.