Kreolische Gärten stärken die Ernährung in GuadeloupeCEFR B2
15. Apr. 2025
Adaptiert nach Olivia Losbar, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von annie-claude bergeron, Unsplash
Kreolische Hausgärten in Guadeloupe kombinieren Bananenbäume, Wurzelknollen wie Yams und Maniok, Obstbäume sowie Heil- und Gewürzpflanzen zu einem kleinen, vielfältigen Ökosystem. Diese Gärten dienen nicht nur der Ernährung, sondern stärken auch soziale Bindungen und dienten als lokale Antwort auf frühere Krisen.
INRAE Antilles Guyane führte eine Untersuchung zur Pandemie durch und fand, dass traditionelle Praktiken den Landwirtinnen und Landwirten Resilienz gaben. Jean-Marc Blazy von der Unité de Recherches AgroSystèmes Tropicaux nennt als Hauptfolgen des Klimawandels Produktionsrückgänge nach katastrophalen Ereignissen wie Hurrikanen und Überschwemmungen. Außerdem verringern Hitze und Dürre die Blüte, und nächtliche Erwärmung reduziert die Tag‑Nacht‑Schwankungen, was Erträge weiter schmälert.
INRAE arbeitet mit Partnern wie CIRAD, der University of the West Indies, der Chamber of Agriculture und Météo France zusammen. Das Programm EXPLORER will das Wissen aus den Gärten mit Wetterstationen und biologischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln verbinden, um den Übergang zu agroökologischen Methoden zu fördern. Praktische Anpassungen umfassen etwa die Verschiebung von Anbaukalendern, mehr Sortenvielfalt und Mischkulturen.
- Wiederbelebung traditioneller Praktiken durch lokale Produzenten
- Ausbildung, Workshops und Verkauf karibischer Heilpflanzen
- Regionale Vernetzung trotz rechtlicher und wirtschaftlicher Hürden
Akteurinnen und Akteure wie Hugues Occibrun (Kooperative 100%Zeb) mit Partnern fördern Gärten mit vielen Arten, bieten Schulungen an und verbinden diese Initiativen mit Ereignissen wie LKP 2009 und COVID. Aktivisten, Initiativen und traditionelle Praktiken tragen so zur Stärkung der Ernährungssouveränität in Guadeloupe bei.
Schwierige Wörter
- ökosystem — Gemeinschaft verschiedener Pflanzen und Tiere an einem Ort
- resilienz — Fähigkeit, sich nach Problemen zu erholen
- produktionsrückgang — Abnahme der landwirtschaftlichen Produktion über mehrere ErntenProduktionsrückgänge
- blüte — Zeit, in der eine Pflanze blüht
- agroökologisch — Landwirtschaft mit Rücksicht auf Umwelt und Vielfaltagroökologischen
- anbaukalender — Plan, wann Feldfrüchte gepflanzt und geerntet werdenAnbaukalendern
- ernährungssouveränität — Recht der Menschen, Nahrung selbst zu kontrollieren
- vernetzung — Verbindung und Austausch zwischen Personen oder Gruppen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche Vorteile könnten Sortenvielfalt und Mischkulturen für die Ernährungssicherheit in Guadeloupe bringen? Nennen Sie zwei Gründe.
- Welche rechtlichen oder wirtschaftlichen Hürden könnten die regionale Vernetzung der Produzenten erschweren? Beziehen Sie sich auf den Text.
- Wie können Ausbildung und Verkauf karibischer Heilpflanzen zur Stärkung lokaler Gemeinschaften beitragen? Geben Sie ein Beispiel.
Verwandte Artikel
Peripherie-Gruppen aus São Paulo präsentieren Vorschläge für die COP30
Aktivistinnen und Aktivisten aus São Paulos Peripherie haben ein Dokument mit etwa 30 Vorschlägen für die COP30 erstellt. Das Schreiben ist von 50 Kollektiven und 1.000 Gemeindevertreterinnen und -vertretern unterschrieben.
Manyange Na Elombo: Küstenschutzgebiet in Kamerun
Das Manyange Na Elombo Schutzgebiet liegt an der Küste Kameruns bei Ebodje (etwa 3,000 Einwohner). Es wurde 2021 ausgewiesen und schützt Meeresschildkröten, Fischgründe und lokale Lebensgrundlagen, hat aber Entwicklungsdruck vom Hafen Kribi.
Zweifel an Elefantenkorridoren in Sri Lanka
In Sri Lanka gibt es einen schweren Konflikt zwischen Menschen und Elefanten. Die Regierung plant vier große Elefantenkorridore, doch Experten sagen, die Lösung beruhe nicht immer auf dem Verhalten der Tiere und ein Aktionsplan wurde gebremst.
Hitze und Feuchte in der Schwangerschaft schaden Kindern stärker
Eine Studie in Science Advances zeigt: Heiße und feuchte Bedingungen während der Schwangerschaft beeinträchtigen das Wachstum von Kindern deutlich stärker als nur hohe Temperaturen. Forschende nutzten WBGT‑Messungen und Daten aus Südostasien.