Die Anthropologin Elana Resnick stützt ihr Buch auf Feldforschung in Bulgarien, wo Roma die größte Minderheit sind. Sie lebte und arbeitete mit Roma-Gemeinschaften, um zu verstehen, wie Umweltvorschriften ihren Alltag prägen.
Fast ein Jahr war Resnick als Straßenkehrerin in Sofia in einem Team von Roma-Frauen beschäftigt. Die Arbeiterinnen reinigten stark befahrene Straßen, standen unter strenger Aufsicht und erlitten Beschimpfungen; manchmal warfen Passanten brennende Zigaretten auf ihre leicht entflammbaren Uniformen.
Resnick beschreibt einen Nexus von Abfall und Rasse und warnt, dass Nachhaltigkeitsprogramme oft auf unerkannten Arbeitsleistungen von marginalisierten Gruppen beruhen.
Schwierige Wörter
- anthropologin — Forschende Person, die Menschen und Kulturen untersucht
- feldforschung — Forschung, die Forscher direkt vor Ort machen
- minderheit — Gruppe mit weniger Mitgliedern in einer Gesellschaft
- umweltvorschrift — Regel, die den Schutz der Natur bestimmtUmweltvorschriften
- straßenkehrerin — Person, die öffentliche Straßen sauber macht
- beschimpfung — Worte, mit denen man jemanden beleidigtBeschimpfungen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie könnte man Ihrer Meinung nach die Arbeitssituation der Straßenkehrerinnen verbessern?
- Haben Sie Beispiele aus Ihrer Umgebung, wo die Arbeit von marginalisierten Gruppen übersehen wurde? Beschreiben Sie kurz.
- Warum ist es wichtig, die Rolle von Arbeiterinnen bei Umwelt- und Nachhaltigkeitsprogrammen zu beachten?
Verwandte Artikel
Gemeinden werden in Manyange Na Elombo-Campo einbezogen
Das Manyange Na Elombo Campo MPA an der atlantischen Küste Kameruns umfasst 110,300 Hektar und 10 Dörfer. Ein Leitfaden vom 28. Juni 2024 fördert die Beteiligung der Gemeinden, doch illegale Fischerei und unsichere Finanzierung bleiben Probleme.
Dammbruch in Lubumbashi setzt giftiges Wasser frei
Am 4. November 2025 brach ein Damm in einer Mine bei Lubumbashi. Säurehaltiges Abwasser überflutete Straßen, Häuser und einen Markt, verunreinigte Brunnen und tötete Fische. Behörden kündigten eine Aussetzung und eine Untersuchung an.
Schwere Sommerkatastrophen in Australien
Im Sommer 2024/2025 erlebte Australien eine Serie von Extremwetter: Buschfeuer, Korallenbleiche, Überschwemmungen, Stürme und starke Hitze. Die Ereignisse schädigten Ökosysteme, bedrohten Arten und erhöhten Druck auf Dienste und Versicherungen.