Immer mehr Unternehmen setzen auf künstliche Intelligenz, um Bewerber mit Hilfe von Videointerviews vorab zu prüfen. Diese Technologie spart den Arbeitgebern zwar Zeit und Geld, verändert aber das Verhalten der Kandidaten im Einstellungsprozess deutlich.
Da viele Arbeitssuchende die Software nicht kennen, versuchen sie zu erraten, was das System von ihnen erwartet. Forscher haben herausgefunden, dass Bewerber ihre Leistung oft übertreiben, wenn eine künstliche Intelligenz statt eines Menschen zusieht. Die verwendeten Systeme konnten nicht erkennen, wenn Kandidaten nicht ganz ehrlich waren, und gaben ihnen trotzdem hohe Punktzahlen. Menschliche Prüfer bemerkten dieses Verhalten dagegen sehr schnell.
Eine Studie zeigt jedoch, dass mehr Transparenz diese Übertreibungen verringern kann. Als die Forscher den Kandidaten genau erklärten, worauf die Software achtet, verhalten sich diese wieder ganz normal und authentisch.
Bisher vermeiden Unternehmen oft Offenheit, weil sie Angst vor Manipulationen haben. Forscher betonen aber, dass Ehrlichkeit und klare Informationen den Bewerbern helfen und zu besseren Ergebnissen führen.
Schwierige Wörter
- Bewerber — Eine Person, die sich um einen Arbeitsplatz bewirbt.Bewerbern
- übertreiben — Etwas größer oder besser darstellen, als es wirklich ist.Übertreibungen
- Ehrlichkeit — Die Eigenschaft, immer die Wahrheit zu sagen.
- Transparenz — Klare und offene Informationen für alle Beteiligten.
- vermeiden — Etwas tunlichst nicht tun oder verhindern wollen.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche Vorteile und Nachteile siehst du bei Vorstellungsgesprächen mit künstlicher Intelligenz?
- Warum ist Transparenz bei Bewerbungsprozessen deiner Meinung nach wichtig?
- Wie würdest du dich fühlen, wenn eine Maschine dein Videointerview bewertet?
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