Neue Forschung, veröffentlicht im Planetary Science Journal, zeigt, dass trockene, wüstenähnliche Planeten außerhalb unseres Sonnensystems unwahrscheinliche Orte für Leben sind. Die Erstautorin Haskelle White-Gianella und ihr Team untersuchten erdgroße Planeten mit deutlich weniger Wasser als die Ozeane der Erde. Sie fanden, dass ein solcher Planet mindestens 20 bis 50% des Erdozeanwassers benötigt, um einen langfristigen geologischen Kohlenstoffkreislauf aufrechtzuerhalten.
Dieser Kreislauf funktioniert so: Vulkane geben Kohlendioxid an die Atmosphäre, Regen löst das Gas und Verwitterung trägt Kohlenstoff ins Meer. Durch Plattentektonik gelangt er ins tiefe Innere und später wieder an die Oberfläche, was die Temperatur stabilisiert. Fehlt ausreichend Oberflächenwasser, entfernt Verwitterung CO2 nicht schnell genug.
Als Folge steigt der atmosphärische CO2-Gehalt, Wärme bleibt stärker in der Atmosphäre und verbliebenes Wasser verdunstet. Die Autoren nennen die Venus als mögliches Beispiel und schlagen vor, dass zukünftige Missionen zur Venus helfen könnten, die Modelle zu prüfen.
Schwierige Wörter
- Kohlenstoffkreislauf — Kreislauf von Kohlenstoff zwischen Erde und Atmosphäregeologischen Kohlenstoffkreislauf
- Verwitterung — Zerfall und Veränderung von Gestein durch Wetter
- Plattentektonik — Bewegung großer Erdplatten an der Oberfläche
- verdunsten — Wasser wird gasförmig und geht in die Luftverdunstet
- CO2-Gehalt — Menge von Kohlendioxid in der Atmosphäre
- aufrechterhalten — etwas weiterlaufen oder bewahren über lange Zeitaufrechtzuerhalten
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Diskussionsfragen
- Glaubst du, Planeten mit deutlich weniger Wasser könnten trotzdem Leben haben? Warum oder warum nicht?
- Wie könnten Missionen zur Venus den Wissenschaftlern helfen, die Modelle aus der Studie zu prüfen?
- Welche Folgen hätte für Menschen auf der Erde ein dauerhaft hoher atmosphärischer CO2-Gehalt?
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