Wissenschaftler setzten CT-Scans und Bildgebungssoftware ein, um Gehirnhöhlen verschiedener Pterosaurier zu analysieren. Die Studie erschien in Current Biology und bekam unter anderem Unterstützung von der National Science Foundation. Im Fokus standen Form und Größe von Hirnregionen, die mit dem Sehen verbunden sind, vor allem der Sehknoten.
Die Forscher verglichen Pterosaurier mit einem nahen Verwandten, dem lagerpetid, einem flugunfähigen Baumbewohner, der erstmals 2016 beschrieben wurde und im Trias vor etwa 242 bis 212 Millionen Jahren lebte. Der lagerpetid besaß bereits Merkmale für verbessertes Sehen, darunter einen vergrößerten Sehknoten. Pterosaurier zeigten einen ähnlichen vergrößerten Sehknoten, ihr Gehirn unterschied sich aber in Form und Größe.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Pterosaurier die Flugfähigkeit rasch in einem kurzen Entwicklungsschub erwarben und dabei ein vergleichsweise kleines Gehirn behielten, das dem flugunfähiger Dinosaurier ähnelte. Einige Pterosaurier erreichten große Körpermassen und weite Flügelspannweiten, weshalb die Studie auch ökologische Fragen zum Flugverhalten aufwirft.
Schwierige Wörter
- Gehirnhöhle — Hohlraum im Schädel für Teile des GehirnsGehirnhöhlen
- Bildgebungssoftware — Programme zur Darstellung innerer Körperstrukturen
- Sehknoten — Gehirnregion, die Sehfunktionen verarbeitet und Signale liefert
- Entwicklungsschub — schnelle Veränderung oder Wachstum in kurzer Zeit
- Flugfähigkeit — Fähigkeit, aktiv durch die Luft zu fliegen
- Flügelspannweite — Abstand von einer Flügelspitze zur anderenFlügelspannweiten
- ökologisch — Bezieht sich auf Beziehungen von Lebewesenökologische
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Diskussionsfragen
- Warum könnten Pterosaurier trotz eines vergleichsweise kleinen Gehirns flugfähig gewesen sein? Nennen Sie zwei mögliche Gründe.
- Wie könnten große Körpermasse und weite Flügelspannweiten das Flugverhalten beeinflussen? Beschreiben Sie eine Folge.
- Welche Vorteile haben moderne Forschungsmethoden wie CT-Scans und Bildgebungssoftware für das Studium alter Tiere?
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