Neue Forschung an den Ngogo-Schimpansen in Uganda zeigt biologische Folgen nach einer Reviervergrößerung. Beobachter dokumentierten die Tötungen von Nachbarn vor etwa 15 Jahren, und Forscher, die die Gruppe seit mehr als 30 Jahren verfolgen, haben die Auswirkungen jetzt gemessen. Das Team wurde von John Mitani (University of Michigan) geleitet; Brian Wood (UCLA) ist Erstautor. Weitere Autoren sind David Watts (Yale) und Kevin Langergraber (Arizona State University). Teilweise Finanzierung kam von der US National Science Foundation und die Arbeit erschien in Proceedings of the National Academy of Sciences.
Die Studie verglich die Geburten und das Überleben von Säuglingen vor und nach der Ausweitung. In den drei Jahren vor der Ausweitung wurden 15 Säuglinge geboren, danach 37. Die Wahrscheinlichkeit, vor dem dritten Lebensjahr zu sterben, sank von 41% auf 8%. Die Autoren stellten fest, dass der schnelle Anstieg nicht dauerhaft tragbar war und nach drei Jahren wieder sank.
Als Gründe nennen die Forscher besseren Zugang zu Nahrung durch mehr Territorium und die Verringerung von Kindesmord durch rivalisierende Gruppen. Sie warnen zugleich davor, das Verhalten eins zu eins auf Menschen zu übertragen.
Schwierige Wörter
- territorial — Betrifft ein bestimmtes Gebiet oder Raum.territoriales, territoriale
- Fortpflanzung — Der Prozess, Kinder oder Nachkommen zu bekommen.Fortpflanzungschancen
- Geburtenrate — Die Anzahl der Geburten in einem bestimmten Zeitraum.
- Überlebensrate — Wie viele Menschen oder Tiere überleben.
- Expansion — Das Vergrößern oder Ausdehnen von etwas.
- gefahr — Ein Risiko oder eine Bedrohung für Sicherheit.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie wichtig ist Territorialverhalten für andere Tiere?
- Was könnten die Nachteile einer territorialen Erweiterung sein?
- Wie vergleichen sich die Fortpflanzungschancen bei Menschen und Schimpansen?
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