Forscher untersuchten die Ngogo-Schimpansen in Uganda. Die Gruppe tötete Nachbarn und vergrößerte ihr Revier. Beobachter sahen die Tötungen vor etwa 15 Jahren. Wissenschaftler verfolgen die Gemeinschaft seit mehr als 30 Jahren. John Mitani leitete das Team; Brian Wood ist Erstautor. Die Arbeit erschien in Proceedings of the National Academy of Sciences.
Die Studie verglich Geburten und Säuglingssterben vor und nach der Ausweitung. In den drei Jahren vor der Ausweitung gebaren Weibchen 15 Säuglinge. In den drei Jahren danach wurden 37 Säuglinge geboren. Die Säuglingssterblichkeit vor dem dritten Lebensjahr sank von 41% auf 8%. Die Autoren schreiben, dass dieser Anstieg nicht auf Dauer tragbar war.
Die Forscher nannten zwei Gründe: mehr Nahrung durch größeres Territorium und weniger Kindesmord durch Rivalen. Mitani warnte vor einfachen Vergleichen mit Menschen. Er betonte, dass Menschen und Schimpansen ihren letzten gemeinsamen Vorfahren vor 6 Millionen bis 8 Millionen Jahren hatten.
Schwierige Wörter
- Territorium — Ein spezielles Gebiet, das jemand beansprucht.
- Fortpflanzungschancen — Möglichkeiten, Nachkommen zu bekommen.
- Forscher — Menschen, die Studien machen oder untersuchen.
- Überlebensrate — Anteil der Lebenden unter den Geborenen.
- versorgen — Sorgen für jemanden oder etwas.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie denkst du darüber, dass Tiere Nachbarn töten?
- Welche Auswirkungen könnte dies auf die Tiergemeinschaft haben?
- Warum ist es wichtig, dass Mütter gute Bedingungen haben?
Verwandte Artikel
Tofersen zeigt langfristige Wirkung bei SOD1-ALS
Eine Langzeitstudie zeigt, dass Tofersen das Fortschreiten einer seltenen genetischen Form von ALS verlangsamen kann. Bei einigen Patientinnen und Patienten gab es über Jahre Stabilisierung oder funktionelle Verbesserungen; Nebenwirkungen traten auf.
Wie Influenzaviren in lebende Zellen eindringen
Forschende aus der Schweiz und Japan beobachteten erstmals in hoher Auflösung, wie Influenzaviren lebende menschliche Zellen in einer Petrischale betreten. Die neue Mikroskopiemethode heißt ViViD-AFM und erlaubt Beobachtungen in Echtzeit.
Neue Studie: Mini-Neptune könnten feste Oberflächen haben
Forscher unter Leitung von Eliza Kempton untersuchten Mini-Neptune. Daten vom James Webb Space Telescope und Computermodelle zeigen: Dicke, schwere Atmosphären können Druck erzeugen und geschmolzenes Gestein wieder verfestigen.
Gehirnaktivität bei Mäusen über den Tag verfolgen
Forscher entwickelten experimentelle und rechnerische Methoden, um bei Mäusen mit Einzelzellauflösung zu sehen, welche Hirnregionen im Tagesverlauf aktiv sind. Die Studie erschien in PLOS Biology und hilft, Müdigkeit besser zu verstehen.