Forscher untersuchten die Ngogo-Schimpansen in Uganda. Die Gruppe tötete Nachbarn und vergrößerte ihr Revier. Beobachter sahen die Tötungen vor etwa 15 Jahren. Wissenschaftler verfolgen die Gemeinschaft seit mehr als 30 Jahren. John Mitani leitete das Team; Brian Wood ist Erstautor. Die Arbeit erschien in Proceedings of the National Academy of Sciences.
Die Studie verglich Geburten und Säuglingssterben vor und nach der Ausweitung. In den drei Jahren vor der Ausweitung gebaren Weibchen 15 Säuglinge. In den drei Jahren danach wurden 37 Säuglinge geboren. Die Säuglingssterblichkeit vor dem dritten Lebensjahr sank von 41% auf 8%. Die Autoren schreiben, dass dieser Anstieg nicht auf Dauer tragbar war.
Die Forscher nannten zwei Gründe: mehr Nahrung durch größeres Territorium und weniger Kindesmord durch Rivalen. Mitani warnte vor einfachen Vergleichen mit Menschen. Er betonte, dass Menschen und Schimpansen ihren letzten gemeinsamen Vorfahren vor 6 Millionen bis 8 Millionen Jahren hatten.
Schwierige Wörter
- Territorium — Ein spezielles Gebiet, das jemand beansprucht.
- Fortpflanzungschancen — Möglichkeiten, Nachkommen zu bekommen.
- Forscher — Menschen, die Studien machen oder untersuchen.
- Überlebensrate — Anteil der Lebenden unter den Geborenen.
- versorgen — Sorgen für jemanden oder etwas.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie denkst du darüber, dass Tiere Nachbarn töten?
- Welche Auswirkungen könnte dies auf die Tiergemeinschaft haben?
- Warum ist es wichtig, dass Mütter gute Bedingungen haben?
Verwandte Artikel
Klimawandel bedroht Bananenexporte aus Lateinamerika
Steigende Temperaturen und Hitzewellen gefährden die Flächen für exportorientierte Bananenproduktion in Lateinamerika und der Karibik. Forschende sehen bis 2080 große Flächenverluste ohne entschlossene Gegenmaßnahmen und nennen Anpassungsversuche und wirtschaftliche Risiken.
Lecithin und Akaziengummi helfen Tilapia bei Kälte
Forschende aus Ägypten und den Philippinen testeten Lecithin und Akaziengummi als Futterzusatz für Tilapia. Die Zusatzstoffe verbesserten Wachstum, Überlebensraten und antioxidative Reaktionen und könnten Fischzüchtern in kühleren Regionen helfen.
Afrikanische Schweinepest auf den Philippinen: Tests und Impfstoff
Die Afrikanische Schweinepest bedroht Schweinehaltung und Ernährungssicherheit auf den Philippinen. Regierung und Partner stellen neue Diagnose‑Werkzeuge vor, doch über einen aus Vietnam importierten Impfstoff gibt es Streit und Sicherheitsbedenken.
Studie: Ratten mit hohem Stress nehmen mehr Cannabis
Eine Untersuchung zeigt, dass Ratten mit höheren natürlichen Stresswerten häufiger Cannabisdampf selbst verabreichten. Kurzfristiger Stress hing nicht mit dem Suchverhalten zusammen, und mehrere Verhaltensmaße waren ebenfalls verbunden.