Forscher nutzten Computertomografie und Bildgebungssoftware, um die Gehirnhöhlen von Pterosaurier-Fossilien zu untersuchen. Die Arbeit erschien in der Fachzeitschrift Current Biology und wurde teilweise von der National Science Foundation finanziert.
Die Wissenschaftler untersuchten besonders Hirnregionen für das Sehen, den sogenannten Sehknoten. Sie verglichen Pterosaurier mit einem nahen Verwandten, einem flugunfähigen Baumbewohner (lagerpetid), der 2016 beschrieben wurde und im Trias lebte, vor 242 bis 212 Millionen Jahren. Die Forscher fanden, dass beide Gruppen einen vergrößerten Sehknoten hatten. Daraus schließen sie, dass die Fähigkeit zum Fliegen bei Pterosauriern sehr schnell entstand und mit einem vergleichsweise kleinen Gehirn verbunden war.
Schwierige Wörter
- computertomografie — Medizinische Untersuchung mit vielen Röntgenbildern
- bildgebungssoftware — Programm, das Bilder für die Forschung erstellt
- gehirnhöhle — Leerraum im Schädel für das GehirnGehirnhöhlen
- sehknoten — Teil des Gehirns, der das Sehen steuert
- vergleichen — Unterschiede oder Ähnlichkeiten zwischen Dingen prüfenverglichen
- flugunfähig — Nicht in der Lage, zu fliegenflugunfähigen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Haben Sie schon einmal ein Fossil gesehen? Beschreiben Sie kurz.
- Warum ist Computertomografie nützlich für die Untersuchung von Fossilien?
- Glauben Sie, dass Fliegen ein großes Gehirn braucht? Warum (nicht)?
Verwandte Artikel
Wie Influenzaviren in lebende Zellen eindringen
Forschende aus der Schweiz und Japan beobachteten erstmals in hoher Auflösung, wie Influenzaviren lebende menschliche Zellen in einer Petrischale betreten. Die neue Mikroskopiemethode heißt ViViD-AFM und erlaubt Beobachtungen in Echtzeit.
Neue Studie: Mini-Neptune könnten feste Oberflächen haben
Forscher unter Leitung von Eliza Kempton untersuchten Mini-Neptune. Daten vom James Webb Space Telescope und Computermodelle zeigen: Dicke, schwere Atmosphären können Druck erzeugen und geschmolzenes Gestein wieder verfestigen.
Kurze VR‑Nahtoderfahrung verringert Todesangst
Eine kleine Pilotstudie fand, dass eine einzelne kurze Sitzung in virtueller Realität, die eine Nahtoderfahrung simuliert, die Todesangst und den Stress von College‑Studierenden deutlich reduzierte. Einige Teilnehmende berichteten positive Veränderungen, wenige hatten mehr Angst.