Ein Team der Universität Zürich unter Leitung von Luca Morf und initiiert von Ravit Helled stellte neue Modelle für das Innere von Uranus und Neptun vor. Die Forscher kombinierten verschiedene Modellarten und nutzten Simulationen.
Die Methode beginnt mit einem zufälligen Dichteprofil. Aus dem Profil berechnen die Wissenschaftler das Gravitationsfeld und vergleichen es mit Beobachtungsdaten. Diesen Zyklus wiederholen sie vielfach, um mögliche Zusammensetzungen abzuleiten.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Planeten nicht unbedingt eisdominiert sein müssen; sie können wasserreich oder gesteinsreich sein. Die Modelle erklären auch die ungewöhnlichen, nicht-dipolaren Magnetfelder. Die Autoren sagen, dass neue, gezielte Missionen zu Uranus und Neptun nötig sind.
Schwierige Wörter
- modell — Vereinfachte Darstellung eines realen Systems.Modelle
- dichteprofil — Angabe, wie dicht Material im Inneren ist.
- gravitationsfeld — Kraft, die andere Massen anzieht.
- simulation — Rechnung oder Modell im Computer.Simulationen
- zusammensetzung — Welche Stoffe in einem Objekt sind.Zusammensetzungen
- magnetfeld — Bereich um einen Körper mit magnetischer Kraft.Magnetfelder
- mission — Reise oder Projekt für Forschung im Weltraum.Missionen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Würdest du gern mehr über Uranus und Neptun wissen? Warum?
- Welche Zusammensetzung findest du interessanter: wasserreich oder gesteinsreich? Warum?
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