Ein großer Erdrutsch zerstörte am 31. August das west-sudanesische Dorf Tarsin im Jebel Marra nach mehreren Tagen starken Regens. Sudanische Behörden erklärten, sie hätten mindestens 375 Leichen aus den Trümmern geborgen; UN-Agenturen sagen, die Zahl sei nicht verifiziert. Die Suchaktionen wurden durch unwegsames Gelände und anhaltenden Regen behindert.
Die Katastrophe ereignete sich in Darfur, einer Region mit bewaffnetem Konflikt. Der Konflikt zwang viele Menschen, in Täler und an Berghängen provisorische Siedlungen zu bauen, die oft sehr rutschgefährdet sind. Umwelt- und Geologieforscher nennen starke Regenfälle und menschliche Eingriffe wie Rodung, ungeplanten Straßenbau und illegalen Bergbau als Gründe für die Destabilisierung der Hänge.
Experten betonen die Rolle der Vegetation: Wurzeln halten den Boden zusammen und reduzieren Erosion. Ein gemeinsames UN-Team, darunter die WHO, traf am 5. September in der Region ein, um die Lage zu prüfen und präventive Maßnahmen zu untersuchen. Vertreter vor Ort fordern jedoch ein Ende des Krieges, bevor viele Vorschläge umgesetzt werden können.
Schwierige Wörter
- Erdrutsch — Abbruch von Erde, oft gefährlich.Erdrutsche
- Klimawandel — Änderung des Klimas, meist negativ.
- Bewohner — Menschen, die an einem Ort leben.
- Risikogebiet — Bereich mit hohem Gefahr potential.Risikogebieten
- Vorsorgemaßnahme — Maßnahmen, um Probleme zu vermeiden.Vorsorgemaßnahmen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum sind Risikogebiete für Erdrutsche gefährlich?
- Welche weiteren Maßnahmen könnten helfen, Naturkatastrophen zu verhindern?
- Wie wichtig ist die Aufforstung für den Umweltschutz?
Verwandte Artikel
Chinesische Elektroautos verlagern ihren Fokus nach Afrika
Chinesische Autohersteller expandierten ins Ausland, doch hohe Zölle in den USA und Handelskontrollen in der EU schränken den Zugang ein. Viele Firmen und afrikanische Regierungen bauen nun Produktion, Händlernetz und Infrastruktur in Afrika aus.
Vitamin C schützt Fortpflanzung vor Kaliumperchlorat
Eine Studie mit Reisfischen zeigt, dass Vitamin C die Fruchtbarkeit vor Schäden durch das Umweltchemikal Kaliumperchlorat schützen kann. Die Forschenden berichten von weniger Hodenschäden und besserer Spermienproduktion, weitere Forschung ist nötig.
Salzwasser aus dem Toten Meer bedroht Grundwasser
Forscherinnen und Forscher kartieren, wie Salzwasser vom Toten Meer ins umliegende Land versickert. Die Versickerung erreicht Grundwasserleiter und bedroht Felder, Brunnen und Trinkwasser in Ghor Al-Haditha an der Ostküste Jordaniens.