Eine von Michelle Graff mitverfasste Studie, veröffentlicht in JAMA Network Open, stellt einen Zusammenhang zwischen Energieunsicherheit und höheren Raten von Angststörungen sowie Depressionen in US‑Haushalten her. Die Forschenden nutzten Daten der Household Pulse Survey des US Census Bureau.
Im Fokus standen Haushalte, die bei anderen Lebensnotwendigkeiten sparen mussten, um Energierechnungen zu bezahlen. Unter diesen Befragten berichteten nahezu 39% über Symptome von Angststörungen und 32% über Symptome von Depressionen. Diese Raten sind mehr als doppelt so hoch wie bei Haushalten ohne solche Abwägungen.
Die Studie weist nicht eindeutig nach, ob Energieunsicherheit die psychischen Probleme verursacht. Als mögliche Mechanismen nennen die Forschenden hohe Rechnungen, unsichere Temperaturen, Schlafstörungen und den Zwang, Essen oder Medizin zu opfern. Graff empfiehlt, im Gesundheitswesen auf Energieunsicherheit zu screenen und die Daten für politische Änderungen zu nutzen.
Schwierige Wörter
- energieunsicherheit — Unsicherheit, ob Energie bezahlbar und verfügbar ist
- angststörung — Starke, anhaltende Angst, die den Alltag störtAngststörungen
- depression — Anhaltende Traurigkeit und verminderte LebensenergieDepressionen
- haushalt — Personen, die zusammen an einer Adresse lebenHaushalte
- befragte — Personen, die Fragen in einer Studie beantwortenBefragten
- screenen — Etwas gezielt prüfen oder untersuchen
- mechanismus — Art und Weise, wie etwas verursacht oder wirktMechanismen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche Gründe nennen die Forschenden für den möglichen Zusammenhang zwischen Energieunsicherheit und psychischen Problemen?
- Wie könnte das Gesundheitswesen mit dem Screening auf Energieunsicherheit umgehen und welche Folgen hätte das?
- Welche politischen Maßnahmen könnten helfen, Haushalte zu entlasten, die ihre Ausgaben verschieben müssen?
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