Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der University of California, Santa Barbara und der Columbia University Mailman School of Public Health führten die Studie mit Partnern durch. Als Fallstudie nutzten sie ein Geschäft in South Los Angeles. Per Web‑Scraping erfassten sie die Zutatenlisten von 150 als "Target Clean" gekennzeichneten Haarprodukten und werteten diese mit der EWG Skin Deep‑Datenbank aus.
Die Analyse zeigte mehrere Probleme: 70% der Produkte nannten "fragrance" oder "parfum", hinter dem ein nicht offengelegtes Gemisch von Chemikalien stecken kann. Nur 41% der Produkte fanden sich in der EWG‑Datenbank; von diesen wurden mehr als 90% mit moderatem Risiko bewertet (Hazard‑Scores 3–6). Außerdem enthielten 14,6% Sulfate, aber nur etwa die Hälfte trug das Badge "Formulated without Sulfates".
Die Studie betont, dass freiwillige Einzelhandelsinitiativen eine föderale Regulierung nicht vollständig ersetzen. Sie empfiehlt, Duftstoffe, Sulfate, Parabene und Phthalate zu meiden und fordert durchsetzbare Vorschriften zum Schutz besonders betroffener Gruppen.
Schwierige Wörter
- zutatenliste — Liste mit allen Inhaltsstoffen eines ProduktsZutatenlisten
- duftstoff — Chemische oder natürliche Substanz für GeruchDuftstoffe
- sulfat — Chemische Verbindung, oft in ReinigungsmittelnSulfate
- paraben — Konservierungsstoff in Kosmetik und PflegeParabene
- phthalat — Weichmacher, der in Plastik vorkommtPhthalate
- regulierung — Gesetze oder Regeln zur Kontrolle
- vorschrift — Schriftliche Regel, die man befolgen mussVorschriften
- datenbank — Sammlung von Informationen in elektronischer Form
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum ist es wichtig, dass Hersteller die Zutatenlisten offen angeben?
- Würden Sie persönlich Produkte kaufen, die als "Target Clean" gekennzeichnet sind? Warum oder warum nicht?
- Wie könnten durchsetzbare Vorschriften besonders betroffene Gruppen besser schützen?
Verwandte Artikel
Panikattacke oder Herzinfarkt – die Unterschiede erkennen
Panikattacken und Herzinfarkte können ähnliche Beschwerden wie Brustschmerzen, schnellen Herzschlag und Atemnot verursachen. Dieses Wissen hilft, schnell die richtige Hilfe zu bekommen; bei anhaltenden oder schlimmer werdenden Symptomen sofort Hilfe rufen.
Junge Krebsüberlebende altern schneller
Eine Studie findet, dass Menschen, die als Jugendliche oder junge Erwachsene Krebs hatten, biologisch und in der Hirnfunktion schneller altern. Chemotherapie ist besonders mit dem beschleunigten Altern verbunden; Forschende prüfen Lebensstil‑Interventionen.
Ebola-Ausbruch in der DR Kongo: WHO und Nachbarn reagieren
Gesundheitsbehörden und die WHO arbeiten an der Eindämmung eines Ebola-Ausbruchs in der Gesundheitszone Bulape, Provinz Kasai. Seit Ende August wurden 48 Fälle und 31 Todesfälle gemeldet; eine Impfkampagne begann am 14. September.
Blutviskosität: Neue Echtzeit‑Messung ohne Blutentnahme
Forscher der University of Missouri entwickelten eine nichtinvasive Technik mit Ultraschall und Algorithmen, die die Blutviskosität in Echtzeit misst. Die Methode könnte bei Erkrankungen wie Sichelzellenanämie helfen und wurde im Journal of Dynamic Systems, Measurement, and Control veröffentlicht.