Die Zahl der Menschen mit Demenz in Afrika steigt, weil die Bevölkerung altert. Im Jahr 2015 lebten in Subsahara-Afrika mehr als zwei Millionen Menschen mit Demenz. Laut Alzheimer’s Disease International könnte diese Zahl bis 2050 auf nahezu acht Millionen steigen.
Weltweit schätzt die WHO etwa 55 Millionen Menschen mit Demenz. Viele Fälle treten in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen auf. Auf einer Konferenz in Nairobi sagten Wissenschaftler, genetische Forschung sei wichtig. In Kenia arbeiten Gesundheitskräfte mit traditionellen Heilern gegen Stigmatisierung. Außerdem testen Teams neue digitale Werkzeuge, die Stimmen mit Blutmarkern vergleichen. Expertinnen und Experten fordern mehr Zusammenarbeit zwischen Forscherinnen, Firmen und Regierungen.
Schwierige Wörter
- demenz — Krankheit mit Gedächtnisverlust und Denkproblemen
- stigmatisierung — negative Behandlung oder Ausgrenzung von Menschen
- genetisch — mit Genen und Erbinformationen verbundengenetische
- Blutmarker — Stoffe im Blut, die Krankheiten zeigenBlutmarkern
- zusammenarbeit — gemeinsames Arbeiten von Personen oder Gruppen
- Forscherin — eine Frau, die wissenschaftlich arbeitetForscherinnen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum ist Zusammenarbeit zwischen Forscherinnen, Firmen und Regierungen wichtig?
- Wie können digitale Werkzeuge bei Krankheiten helfen?
- Was kann man gegen Stigmatisierung von Menschen mit Demenz tun?
Verwandte Artikel
Studie: Wenig Vielfalt in Zulassungsstudien für Arzneimittel
Eine Studie zeigt, dass nur ein kleiner Teil der entscheidenden klinischen Studien die rassische und ethnische Vielfalt der USA widerspiegelt. Forschende fordern mehr Teilnehmende mit unterschiedlichem genetischen Hintergrund schon in frühen Phasen.
Mehr schädliche Chemikalien in stark genutzten Einweg‑E‑Zigaretten
Eine Studie fand, dass stark genutzte Einweg‑E‑Zigaretten höhere Mengen schädlicher Chemikalien in der Restflüssigkeit aufweisen. Tests an menschlichen Lungenzellen zeigten Schäden, daher raten Forschende zu Vorsicht bei Geräten mit vielen Zügen.
Schlaf, Hirnreinigung und Demenz
Eine Übersichtsarbeit von Maiken Nedergaard erklärt, wie Schlafrhythmen die nächtliche Reinigung des Gehirns unterstützen und warum Störungen dieser Rhythmen das Demenzrisiko erhöhen können. Herzfrequenzmessungen im Schlaf könnten als einfacher Marker dienen.
Ungleiche Gesundheitsfolgen der Industriellen Revolution in England
Eine Studie in Science Advances zeigt, dass die Industrielle Revolution in England ungleichmäßige gesundheitliche Folgen hatte. Forschende verglichen Skelettreste aus zwei Gemeinden und fanden höhere Arsen‑ und Bariumwerte bei Frauen in South Shields.