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Mehr Demenz in Afrika: Forschung und neue Ansätze — Level B2 — a man showing something on the computer

Mehr Demenz in Afrika: Forschung und neue AnsätzeCEFR B2

8. Okt. 2024

Adaptiert nach Dann Okoth, SciDev CC BY 2.0

Foto von Accuray, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
5 Min
257 Wörter

Die Zahl der Menschen mit Demenz in Afrika steigt deutlich, weil die Bevölkerungen altern. Im Jahr 2015 lebten in Subsahara-Afrika mehr als zwei Millionen Menschen mit Demenz; Alzheimer’s Disease International rechnet bis 2050 mit nahezu acht Millionen Betroffenen. Weltweit schätzt die WHO mehr als 55 Millionen Menschen mit Demenz und rund 10 Millionen neue Fälle pro Jahr. Etwa 60 Prozent dieser Fälle liegen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, wo die Bevölkerung besonders schnell altert.

Auf der Konferenz The Future of Dementia in Africa in Nairobi betonten Forschende die Rolle der Genetik. George Vradenburg von der Davos Alzheimer’s Collaborative verwies auf Afrikas Mikrobiom, Umweltbelastungen und die sehr vielfältige Genetik, die neue Erkenntnisse liefern könnten. Eine Studie aus 2023 fand, dass mehr als ein Drittel der Menschen afrikanischer Abstammung einen genetischen Risikofaktor für Parkinson trägt, der oft ein Vorläufer von Demenz ist.

Forschungsteams entwickeln auch neue Früherkennungswerkzeuge: Jim Todd und sein Team in Mwanza, Tansania, testen ein digitales Instrument, das Stimmmuster analysiert und diese mit Blut-Biomarkern vergleicht. Sie betrachten 65 prioritäre Merkmale und planen eine zweite Erhebung der Stimmendaten über sechs Monate bis zu einem Jahr, um Veränderungen mit Blutmarkern zu korrelieren. Parallel dazu arbeiten Gesundheitskräfte in Kenia mit traditionellen Heilern, religiösen Führern und Geistlichen zusammen, um Stigmatisierung zu verringern; David Ndetei berichtete, man habe einen Dialog entwickelt und zeige Respekt, während man auch medizinische Sichtweisen erklärt. Zahlreiche Expertinnen und Experten forderten Kooperation zwischen Forschenden, dem Privatsektor und Regierungen sowie nationale Demenzprogramme; Vradenburg nannte die HIV/AIDS-Forschung als Beispiel erfolgreicher, in Afrika geführter Entdeckungen.

Schwierige Wörter

  • demenzFortschreitender Verlust von Gedächtnis und Fähigkeiten
  • alternälter werden; an Lebensjahren zunehmen
    altert
  • genetikErbfaktoren, die Merkmale und Krankheiten beeinflussen
  • mikrobiomGesamtheit der Mikroorganismen in einem Organismus
  • umweltbelastungSchädliche Einwirkung von Umwelt auf Menschen
    Umweltbelastungen
  • risikofaktorEtwas, das die Wahrscheinlichkeit einer Krankheit erhöht
  • früherkennungswerkzeugMethode oder Gerät zur frühen Krankheitsentdeckung
    Früherkennungswerkzeuge
  • stigmatisierungNegative gesellschaftliche Kennzeichnung und Ausgrenzung

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche Chancen könnte die Erforschung der vielfältigen Genetik in Afrika für die globale Demenzforschung bieten?
  • Welche Vorteile und Risiken sehen Sie bei digitalen Früherkennungswerkzeugen wie der Stimmanalyse?
  • Welche Maßnahmen sollten nationale Demenzprogramme in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen enthalten?

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