Neue Forschung zeigt, dass die Rezession von 2008 viele Amerikaner dazu brachte, sich einer niedrigeren sozialen Klasse zuzuordnen. Die Studie wurde in Psychological Science veröffentlicht und von Forschern an der University of California, Riverside geleitet.
Die Analyse nutzte vier große Datensätze mit der Klassenidentität von etwa 165.000 Menschen, die über Jahrzehnte verfolgt wurden. Frühere Experimente mit der MacArthur-Leiter zeigten meist nur kurze Veränderungen, doch diese Untersuchung fand anhaltende Effekte nach der Rezession. Antonoplis betont, dass die Studie das selbst wahrgenommene Klassenbild misst und nicht direkt mit Einkommensverlusten verknüpft ist.
Schwierige Wörter
- rezession — Zeitraum mit wirtschaftlichem Rückgang und weniger Geld.
- soziale Klasse — Gruppe von Menschen mit ähnlichem Lebensstandard.sozialen Klasse
- zuordnen — sich sagen, zu welcher Gruppe man gehört.zuzuordnen
- klassenidentität — Gefühl, zu einer sozialen Gruppe zu gehören.
- datensatz — Sammlung von Daten über viele Personen.Datensätze
- anhaltend — etwas, das lange Zeit bleibt oder wirkt.anhaltende
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Glauben Sie, dass wirtschaftliche Probleme das Selbstbild beeinflussen? Warum?
- Haben Sie Menschen erlebt, die sich nach Geldproblemen anders sehen? Erzählen Sie kurz.
Verwandte Artikel
Väterliches Mikroplastik beeinflusst Stoffwechsel der Nachkommen
Tierversuche zeigen, dass die Exposition von Vätern gegenüber Mikroplastik bei Mäusen Stoffwechselstörungen in der nächsten Generation auslösen kann. Weibliche Nachkommen waren stärker betroffen; Forschende fanden Veränderungen in kleinen RNAs im Sperma.
Neue PET-Studie zeigt veränderte Hirnmarker bei Parkinson
Eine Studie mit PET-Bildgebung verglich zwei Hirnmarker bei Gesunden und Menschen mit Parkinson. Bei Parkinson bricht die übliche Beziehung zwischen diesen Markern zusammen, was frühe Erkennung und kombinierte Tests wichtig macht.
Studie: Videospiele können Stress reduzieren
Eine Studie der Boston University zeigt, dass viele Studierende Videospiele zur Stressbewältigung und Emotionsregulation nutzen. Bestimmte Spielmotive hängen mit mehr positiven Gefühlen oder einer Verringerung negativer Gefühle nach dem Spielen zusammen.
Kollektiver Überschwang bei Live‑Musik stärkt das Wohlbefinden
Eine Studie der University at Buffalo zeigt: Live‑Musik kann das Wohlbefinden verbessern. Verantwortlich ist demnach ein soziales Gefühl, der sogenannte kollektive Überschwang (CE), das Menschen bei gemeinsamen Konzerten erleben.