Forschende der University of Utah verfolgten Veränderungen der Bleiexposition über rund 100 Jahre, indem sie menschliches Haar analysierten. Sie sammelten Haarproben von 48 Personen entlang der Wasatch Front, darunter zeitgenössische Proben und ältere Strähnen aus Familienalben. In der Region hatten Schmelzanlagen in Midvale und Murray lokal starke Emissionen verursacht.
Die Untersuchungen erfolgten mit Massenspektrometrie unter der Leitung von Diego Fernandez. Haar kann Blei an seiner Oberfläche binden, und die Methode ist sensitiv genug, um Blei in einem einzelnen Haarstrang zu messen. Allerdings lässt sich nicht immer sicher sagen, ob das Blei außen am Haar sitzt oder während des Haarwachstums aus dem Blut eingelagert wurde. Blut liefert deshalb bessere Informationen über jüngere Belastungen, Haar bewahrt ältere Expositionen.
Die in PNAS veröffentlichte Studie berichtet von dramatischen Reduktionen der Bleikonzentrationen nach den Umweltauflagen. Die Autorinnen und Autoren sehen bleihaltiges Benzin als Hauptursache der früheren Belastung und betonen den Wert von Regulierung.
Schwierige Wörter
- bleiexposition — Kontakt oder Aufnahme von Blei durch Menschen
- massenspektrometrie — Laborverfahren, das Stoffe nach Masse misst
- sensitiv — sehr empfindlich; reagiert auf kleine Mengen
- einlagern — im Körper speichern oder ablagerneingelagert
- emission — Ausstoß von Schadstoffen in die LuftEmissionen
- regulierung — Gesetzliche Regeln oder Kontrollen zum Schutz
- bleikonzentration — Menge von Blei in einer ProbeBleikonzentrationen
- bleihaltig — enthält Blei und ist deshalb schädlichbleihaltiges
- haarprobe — kleine Haarmenge zur Untersuchung im LaborHaarproben
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Diskussionsfragen
- Warum können Haarproben für historische Untersuchungen zur Bleibelastung nützlich sein?
- Welche Vor- und Nachteile haben Haarproben im Vergleich zu Blutproben bei solchen Messungen?
- Welche Regelungen oder Maßnahmen würden deiner Meinung nach die Bleibelastung reduzieren?
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