Wissenschaftler verglichen Lungen und Gehirne von Mäusen, nachdem die Infektion vorbei war. Die Studie erschien in Frontiers in Immunology und nutzte ein Mausmodell, um Effekte von SARS‑CoV‑2 und Influenza zu unterscheiden.
In der Lunge fanden beide Viren anhaltende Immunreaktionen und mehr Kollagen, was die Atmung erschweren kann. Nach Influenza tauchten reparierende Zellen auf, die die Schleimhaut erneuerten. Diese Reparatur fehlte größtenteils nach COVID-19. Im Gehirn wurde kein Virus nachgewiesen, doch nach COVID-19 gab es Entzündungen und kleine Blutungen sowie gestörte Signalwege für Serotonin und Dopamin. Das kann Symptome wie Gehirnnebel, Erschöpfung und Stimmungsschwankungen erklären.
Schwierige Wörter
- immunreaktion — Reaktion des Körpers gegen KrankheitserregerImmunreaktionen
- kollagen — Faserstoff im Körper, gibt Gewebe Festigkeit
- schleimhaut — Dünne Hautschicht in Körperhöhlen und Organen
- nachweisen — Zeigen, dass etwas vorhanden oder echt istnachgewiesen
- entzündung — Reaktion mit Rötung, Schmerzen oder SchwellungEntzündungen
- gehirnnebel — Gefühl von schlechter Konzentration und Klarheit
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Haben Sie schon einmal Gehirnnebel oder Erschöpfung nach einer Krankheit erlebt? Erzählen Sie kurz.
- Warum ist die Reparatur der Schleimhaut wichtig für die Atmung?
- Welche Folgen nennt der Text für Entzündungen und kleine Blutungen im Gehirn?
Verwandte Artikel
Studie: Videospiele können Stress reduzieren
Eine Studie der Boston University zeigt, dass viele Studierende Videospiele zur Stressbewältigung und Emotionsregulation nutzen. Bestimmte Spielmotive hängen mit mehr positiven Gefühlen oder einer Verringerung negativer Gefühle nach dem Spielen zusammen.
Afrika baut regionale Impfstoffproduktion aus
Die CPHIA 2025 in Durban diskutierte einen panafrikanischen Plan zur Ausweitung der Impfstoff- und Arzneimittelproduktion. Der Plan, geleitet von Africa CDC, sieht US$3.2 billion Investitionen vor und zielt auf mehr Produktion in Afrika bis 2040.
Zwei Mikroglia‑Typen beeinflussen Angst bei Mäusen
Forscher an der University of Utah fanden zwei Mikroglia‑Gruppen, die bei Mäusen Angst entweder auslösen oder verhindern. Die Studie in Molecular Psychiatry zeigt neue Therapieideen, doch Behandlungen sind nicht kurzfristig zu erwarten.
Blutviskosität: Neue Echtzeit‑Messung ohne Blutentnahme
Forscher der University of Missouri entwickelten eine nichtinvasive Technik mit Ultraschall und Algorithmen, die die Blutviskosität in Echtzeit misst. Die Methode könnte bei Erkrankungen wie Sichelzellenanämie helfen und wurde im Journal of Dynamic Systems, Measurement, and Control veröffentlicht.
Zweite Verbindung macht Rifampicin gegen Tuberkulose wirksamer
Forscher kombinierten Rifampicin mit einer Prüfverbindung namens AAP-SO2. Die Kombination greift die bakterielle RNA-Polymerase an zwei verschiedenen Schritten an und tötet resistente Bakterien vor allem in einem Tiermodell besser.