Wissenschaftler verglichen Lungen und Gehirne von Mäusen, nachdem die Infektion vorbei war. Die Studie erschien in Frontiers in Immunology und nutzte ein Mausmodell, um Effekte von SARS‑CoV‑2 und Influenza zu unterscheiden.
In der Lunge fanden beide Viren anhaltende Immunreaktionen und mehr Kollagen, was die Atmung erschweren kann. Nach Influenza tauchten reparierende Zellen auf, die die Schleimhaut erneuerten. Diese Reparatur fehlte größtenteils nach COVID-19. Im Gehirn wurde kein Virus nachgewiesen, doch nach COVID-19 gab es Entzündungen und kleine Blutungen sowie gestörte Signalwege für Serotonin und Dopamin. Das kann Symptome wie Gehirnnebel, Erschöpfung und Stimmungsschwankungen erklären.
Schwierige Wörter
- immunreaktion — Reaktion des Körpers gegen KrankheitserregerImmunreaktionen
- kollagen — Faserstoff im Körper, gibt Gewebe Festigkeit
- schleimhaut — Dünne Hautschicht in Körperhöhlen und Organen
- nachweisen — Zeigen, dass etwas vorhanden oder echt istnachgewiesen
- entzündung — Reaktion mit Rötung, Schmerzen oder SchwellungEntzündungen
- gehirnnebel — Gefühl von schlechter Konzentration und Klarheit
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Haben Sie schon einmal Gehirnnebel oder Erschöpfung nach einer Krankheit erlebt? Erzählen Sie kurz.
- Warum ist die Reparatur der Schleimhaut wichtig für die Atmung?
- Welche Folgen nennt der Text für Entzündungen und kleine Blutungen im Gehirn?
Verwandte Artikel
Achtsamkeit kann Paaren in stressigen Zeiten helfen
Eine Studie der University of Georgia befragte über 400 Paare mit Kindern, die staatliche Hilfe erhielten. Höhere Achtsamkeit war mit mehr Zuversicht in der Beziehung, besserer Beziehungsqualität und besserer Zusammenarbeit als Eltern verbunden.
Wärme in der Schwangerschaft und Verlust männlicher Föten
Forscher fanden in Subsahara‑Afrika, dass mäßig warme Temperaturen während der Schwangerschaft mit vermehrten Verlusten männlicher Föten verbunden sind. Die Analyse nutzte Daten aus zahlreichen Geburten und nennt einen Schwellenwert bei 20 °C.
Blut-piRNAs sagen kurzfristiges Überleben bei Älteren voraus
Eine Studie unter Leitung von Duke Health zeigt, dass kleine RNA‑Moleküle (piRNAs) im Blut vorhersagen können, ob Menschen ab 71 Jahren voraussichtlich mindestens zwei weitere Jahre leben. Die Ergebnisse wurden in Aging Cell veröffentlicht.