#Immunologie27
Gehirn bereitet sich früh auf Virusangriff vor
Forscher an der Rockefeller University fanden, dass das Gehirn bereits wenige Stunden nach einer Infektion am Körperrand beginnt, sich auf einen möglichen Virusangriff vorzubereiten. Die Beobachtungen stammen aus Experimenten mit Mäusen und betreffen die Blut‑Hirn‑Schranke und antivirale Gene.
Foto von National Institute of Allergy and Infectious Diseases, Unsplash
Studie: Autoantikörper könnten Long‑COVID‑Symptome erklären
Eine neue Studie, mit Beteiligung von Forschenden an Yale und veröffentlicht in CELL, zeigt Hinweise auf Autoantikörper, die Gehirn und Nerven angreifen können. Versuche an Mäusen lösten ähnliche Symptome wie bei Long‑COVID aus.
Brokkoli‑Verbindungen könnten Darmreparatur bei HIV unterstützen
Forscher berichten über einen möglichen Zusammenhang zwischen ernährungsbedingten Indolen und der Reparatur von Darmschäden, die bei Menschen mit HIV trotz Therapie bestehen bleiben. Die Studie nutzte ein SIV-Modell bei Primaten und warnt vor vorschnellen Schlüssen für Menschen.
Frühe Antibiotika verändern Darmbakterien und Lunge
Eine Studie zeigt: Antibiotika bei Neugeborenen können Darmbakterien entfernen und dadurch die Immunzellen in der Lunge umprogrammieren. Ähnliche Veränderungen fanden Forschende auch in menschlichen Lungenzellen, doch Antibiotika bleiben lebenswichtig bei Infektionen.
Neue EV-Impfstoffplattform gegen Grippe
Forscher berichten über eine Impfstoffplattform mit zellulären EVs, die umgedrehte HA-Moleküle zeigen. In Mäusen führte die intranasale Impfung zu kreuzreaktiven Antikörpern, zellulären Antworten und erweitertem Schutz gegen verschiedene Influenzaviren.
Wie Chemotherapie das Immunsystem gegen Krebs aktiviert
Forscher fanden, dass ein Wirkstoff Krebszellen so verändert, dass das angeborene Immunsystem sie wie virusinfizierte Zellen angreift. Das Phänomen der «viralen Mimikry» könnte den Einsatz von Chemotherapie und Immuntherapie verändern.
Oraler Listeria-Impfstoff stärkt Immunabwehr gegen Darmkrebs
Forscher entwickelten aus dem Bakterium Listeria monocytogenes einen abgeschwächten oralen Impfstoff. Im Mausmodell aktivierte er Immunzellen im Darm, hemmte Tumorwachstum, hatte wenige Nebenwirkungen und wirkte besonders gut mit Checkpoint‑Inhibitoren.
Atlas zeigt, wie Zellen beim Altern sich verändern
Forscher der Rockefeller University haben in Science einen Atlas veröffentlicht, der zelluläre und molekulare Änderungen beim Altern kartiert. Der Atlas beschreibt Veränderungen in vielen Organen und zeigt mögliche Ansatzpunkte für altersbezogene Eingriffe.
Immunzellen und Schmerz: Warum Frauen oft länger leiden
Neue Forschung zeigt, dass Monozyten, die Interleukin‑10 (IL‑10) freisetzen, bei Männern aktiver sind. Das könnte erklären, warum chronische Schmerzen bei Frauen oft länger dauern. Forschende beobachteten das Muster in Mausmodellen und bei Patientinnen und Patienten.
Neuer Entzündungsweg könnte TNF‑Inhibitoren unwirksam machen
Eine Studie der Washington State University beschreibt den TWEAK–Fn14‑Signalweg, der zusammen mit TNF Entzündungen verstärken kann. Die Entdeckung erklärt, warum TNF‑Inhibitoren nicht bei allen Patientinnen und Patienten wirken.