Eine Forschung zeigte eine klare biologische Verbindung zwischen Stress und automatischen Trinkgewohnheiten. Die Studie nennt einen direkten Weg von Stresszentren im Gehirn zu einer Region, die Gewohnheiten steuert, dem dorsalen Striatum.
Dort wirkt die Stresschemikalie CRF auf cholinerge Interneurone (CINs). Diese Zellen setzen Acetylcholin frei und helfen dem Gehirn, flexibel zu bleiben. Alkohol in der frühen Entzugsphase schwächt die Wirkung von CRF und verlangsamt die CINs. Dadurch verliert das Gehirn seine Anpassungsfähigkeit und Stress kann zu Rückfällen führen.
Schwierige Wörter
- stresschemikalie — Chemische Substanz, die im Körper auf Stress wirkt
- interneuron — Zelle im Gehirn, die Signale an andere Zellen gibtInterneurone
- acetylcholin — Botenstoff im Gehirn, der Nervenzellen aktiv beeinflusst
- entzugsphase — Zeit nach dem Aufhören von Alkoholgebrauch
- anpassungsfähigkeit — Fähigkeit, das Verhalten an neue Situationen anzupassen
- rückfall — Wenn jemand wieder mit altem Verhalten beginntRückfällen
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Hast du schon einmal bemerkt, dass Stress dein Verhalten verändert?
- Wie merkst du, dass du weniger anpassungsfähig bist?
- Was machst du, um dich weniger gestresst zu fühlen?
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