Prädiabetes betrifft mehr als zwei in fünf US‑Erwachsenen und führt häufig zu Typ‑2‑Diabetes. Deshalb ist es wichtig, Wege zu finden, das Fortschreiten zu verlangsamen oder zu stoppen. Eine neue Analyse, veröffentlicht in JAMA Network Open, wertete Daten aus der D2d‑Studie aus, die an mehreren Standorten durchgeführt wurde.
Die D2d‑Studie verglich 4,000 Einheiten Vitamin D pro Tag mit Placebo bei mehr als 2,000 Teilnehmern mit Prädiabetes. In der ursprünglichen Auswertung gab es über alle Teilnehmer hinweg keine signifikante Verringerung des Diabetesrisikos. Für die neue Analyse stellten 2,098 Teilnehmer DNA‑Daten zur Verfügung.
Die Forscher untersuchten drei häufige Varianten im VDR‑Gen. Erwachsene mit der AA‑Variante des ApaI‑VDR‑Gens (etwa 30% der Studienteilnehmer) sprachen auf die hohe Dosis nicht an. Personen mit AC‑ oder CC‑Varianten hatten unter Vitamin D dagegen ein signifikant geringeres Risiko als die Placebo‑Gruppe; insgesamt wurde ein um 19% niedrigeres Risiko berichtet. Die Autoren betonen biologische Gründe für einen Effekt, nennen aber auch Risiken hoher Dosen und fordern weitere Forschung.
Schwierige Wörter
- prädiabetes — Vorstufe von Diabetes mit erhöhtem Blutzucker
- placebo — Scheinmedikament, das keinen aktiven Wirkstoff enthält
- variante — unterschiedliche Genform oder Abwandlung eines GensVarianten, AA‑Variante
- signifikant — statistisch deutlich und nicht zufälligsignifikante
- dosis — Menge eines Medikaments oder eines WirkstoffsDosen
- risiko — Wahrscheinlichkeit eines unerwünschten Ergebnisses oder SchadensDiabetesrisikos, Risiken
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Diskussionsfragen
- Würden Sie einen Gentest machen, bevor Sie hohe Dosen Vitamin D einnehmen? Warum oder warum nicht?
- Würden Sie trotz genannter Risiken an einer Studie mit hoher Vitamin‑D‑Dosis teilnehmen? Begründen Sie Ihre Entscheidung.
- Welche anderen Maßnahmen kennen Sie, um das Fortschreiten von Prädiabetes zu verlangsamen oder zu stoppen?
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