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Gehirnbilder zeigen Unterschiede bei WTC‑Ersthelfern mit PTBS — Level B2 — a black and white photo of various mri images

Gehirnbilder zeigen Unterschiede bei WTC‑Ersthelfern mit PTBSCEFR B2

28. Dez. 2025

Adaptiert nach Gregory Filiano-Stony Brook, Futurity CC BY 4.0

Foto von National Cancer Institute, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
4 Min
228 Wörter

Neue bildgebende Forschung an Einsatzkräften des World Trade Centers deutet darauf hin, dass strukturelle Veränderungen in der Großhirnrinde mit chronischer PTBS verbunden sind. Daten aus WTC‑Gesundheitsprogrammen, darunter das WTC Health and Wellness Program der Stony Brook University, zeigen, dass etwa 23 Prozent der Einsatzkräfte eine PTBS entwickelten; fast 25 Jahre nach den Anschlägen sind viele noch betroffen.

Die Studie, veröffentlicht in Biological Psychiatry: Cognitive Neuroscience and Neuroimaging, analysierte Gehirnscans von 99 Teilnehmenden, etwa die Hälfte mit PTBS. Forschende setzten den grau‑weiß‑Kontrast (GWC) ein, ein MRT‑basiertes Maß, das die Grenze zwischen grauer und weißer Substanz misst. Bei Betroffenen wirkte die graue Substanz stärker wie weiße Substanz, was mit einem veränderten Verhältnis von myelinisierter zu nicht‑myelinisierter Nervenzellstruktur übereinstimmt.

Nach Angaben von Clouston könnten Verringerungen des GWC bedeuten, dass in einigen kortikalen Regionen mehr Myelin vorhanden ist als bei traumaexponierten Personen ohne PTBS üblich. Eine unscharfere Abgrenzung deutet auf eine abnorme Myelin‑Konzentration und mögliche Veränderungen der Verarbeitungsgeschwindigkeit hin. Die Kombination von GWC mit anderen Markern verbesserte die Identifikation von Einsatzkräften mit PTBS.

Sean Couston wird als Erstautor genannt und Roman Kotov kommentiert, dass moderne Analysemethoden Gehirnsignaturen der Erkrankung sichtbar machen könnten. Coautor Benjamin Luft betont, dass die Ergebnisse biologische Hinweise liefern und neue Ansätze für Diagnose und Behandlung von PTBS andeuten.

  • Studienteilnehmende: 99 Personen
  • Hauptbefund: veränderter GWC bei PTBS
  • Folge: bessere Erkennung mit mehreren Markern

Schwierige Wörter

  • großhirnrindeÄußere Schicht des Gehirns mit vielen Nervenzellen
  • bildgebende ForschungStudien, die innere Strukturen mit bildgebenden Verfahren zeigen
  • myelinisiertNervenzellen mit fetthaltiger Hülle, die Signale schneller leitet
    myelinisierter
  • graue SubstanzHirnbereich mit vielen Zellkörpern der Nervenzellen
  • MarkerMessbare Merkmale, die auf Krankheit oder Zustand hinweisen
    Markern
  • VerarbeitungsgeschwindigkeitTempo, mit dem das Gehirn Informationen verarbeitet

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche Folgen könnten Veränderungen in der Großhirnrinde für den Alltag von Betroffenen haben? Nennen Sie konkrete Beispiele.
  • Wie könnten bildgebende Marker die Diagnose oder Behandlung von PTBS praktisch verbessern oder erschweren?
  • Welche ethischen oder sozialen Fragen entstehen, wenn Gehirnscans zur Identifikation psychischer Erkrankungen eingesetzt werden?

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