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Studie: Ultraverarbeitete Lebensmittel und Tabakähnliche Effekte — Level B2 — bags of chips are on display in a store

Studie: Ultraverarbeitete Lebensmittel und Tabakähnliche EffekteCEFR B2

20. Feb. 2026

Adaptiert nach U. Michigan, Futurity CC BY 4.0

Foto von Ishaq Robin, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
4 Min
214 Wörter

Eine Analyse von Forschungsteams der University of Michigan, Harvard University und Duke University, publiziert in The Milbank Quarterly, kommt zu dem Schluss, dass viele ultraverarbeitete Lebensmittel Eigenschaften teilen, die auch Tabak suchtfördernd machen. Die Studie stützt sich auf Erkenntnisse aus der Suchtforschung, der Ernährungswissenschaft und der Geschichte der Tabakregulierung.

Die Forschenden argumentieren, dass zahlreiche Produkte industriell so formuliert werden, dass sie wiederholten Konsum und habituelles Verhalten begünstigen. Als Beispiele nennen sie verpackte Snacks, zuckerhaltige Getränke, verzehrfertige Mahlzeiten und viele Fast‑Food‑Angebote. Solche Formulierungen können Belohnungssysteme im Gehirn verstärken und die öffentliche Wahrnehmung so beeinflussen, dass Unternehmensgewinne geschützt werden.

Ashley Gearhardt, Erstautorin und Professorin für klinische Psychologie an der University of Michigan, betont, dass dies nicht bedeute, Essen mit Rauchen gleichzusetzen. Vielmehr könnten bestimmte Produkte Mäßigung ungewöhnlich schwer machen. Die Autorinnen und Autoren plädieren dafür, die Verantwortung stärker auf Unternehmensverantwortung und Systemebene zu richten, ähnlich wie es die Tabakregulierung getan hat.

Die Studie hebt auch den sozialen Kontext hervor: Besonders junge Erwachsene sind mit knallig verpackten Snacks, Drive‑Thru‑Angeboten und 24/7‑Lieferdiensten aufgewachsen. Das Team hofft, dass die Ergebnisse Diskussionen über Esskultur, Gesundheitspolitik und Konsumentenerwartungen anstoßen. Die Forschung wurde von der University of Michigan berichtet und erschien auf Futurity.

  • Beispiele: verpackte Snacks
  • Beispiele: zuckerhaltige Getränke
  • Beispiele: verzehrfertige Mahlzeiten
  • Beispiele: Fast‑Food‑Produkte

Schwierige Wörter

  • ultraverarbeitetstark industriell verändert; viele Zusatzstoffe enthalten
    ultraverarbeitete
  • suchtförderndSucht begünstigend oder das Suchtrisiko erhöhend
  • formulierenetwas herstellen oder zusammensetzen mit Absicht
    formuliert
  • habituellGewohnheitsmäßig; Verhalten, das zur Routine wird
    habituelles
  • BelohnungssystemHirnmechanismen, die positive Reaktionen verstärken
    Belohnungssysteme
  • UnternehmensverantwortungPflichten von Firmen für Folgen ihres Handelns
  • Systemebeneübergeordnete Ebene von Regeln und Strukturen

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Wie könnten Maßnahmen auf Unternehmens- oder Systemebene aussehen, um den habitualisierten Konsum zu verringern? Nennen Sie zwei mögliche Maßnahmen und begründen Sie kurz.
  • Welche Rolle spielt die Verpackung und Verfügbarkeit (z. B. Drive‑Thru, Lieferdienste) für Ihr eigenes Konsumverhalten? Geben Sie ein Beispiel.
  • Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bei einem Vergleich der Regulierung von ultraverarbeiteten Lebensmitteln mit der Tabakregulierung?

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