Eine neue Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Science of the Total Environment, beschreibt starke Metallkontamination im Einzugsgebiet des Junín-Sees, auch Chinchaycocha genannt. Das Becken liegt auf 4.100 Metern Höhe, ist die Quelle des Flusses Mantaro und der zweitgrößte Wasserkörper Perus. Forscher untersuchten mehr als 200 Oberbodenproben und bestimmten 14 Schwermetalle und Metalloide.
Die Analyse nutzte Raster-Probenahmepunkte, Methoden des maschinellen Lernens und Umweltvariablen wie Überschwemmungen, um Karten zur Verteilung, zum ökologischen Risiko und zu möglichen Gesundheitsfolgen zu erstellen. Die Studie stellt fest, dass 99 Prozent des Gebiets ein sehr hohes bis ultra-hohes Risiko aufweisen.
Samuel Pizarro sagte: "Die Arsenwerte sind extrem hoch, ebenso die von Blei und Cadmium, und liegen weit über akzeptablen Grenzwerten." Die Autorinnen und Autoren warnen vor Bioakkumulation in Tieren und Lebensmitteln. Alte, seit mehr als hundert Jahren aufgegebene Minen, Landwirtschaft und Urbanisierung stehen im Zusammenhang mit der Kontamination. Etwa 50.000 Menschen leben direkt im Gebiet; Auswirkungen können 1,3 Millionen Menschen erreichen. Die Forschenden fordern weitere Untersuchungen, besonders für Kinder und Schwangere. Die regionale Umweltsbehörde reagierte nicht auf Anfragen.
Schwierige Wörter
- Kontamination — Schädliche Substanzen in der Umwelt.Metallkontamination
- Krebsrisiko — Möglichkeit, an Krebs zu erkranken.
- Forschung — Systematisches Studieren eines Themas.Forschungsteam, Forschungsergebnisse
- Maßnahmen — Handlungen zur Verbesserung einer Situation.
- Bevölkerung — Die Menschen, die in einem bestimmten Gebiet leben.
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Diskussionsfragen
- Welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, um die Bevölkerung zu schützen?
- Wie könnte die Kontamination langfristig die Umwelt beeinflussen?
- Was denkst du über die Rolle von Bergbau in der Region?
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