Der Greater bilby: Australiens bedrohtes BeuteltierCEFR B2
21. Okt. 2024
Adaptiert nach Kevin Rennie, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von Enguerrand Photography, Unsplash
Der Greater bilby (Macrotis lagotis) ist heute vom Aussterben bedroht und wird auf der Roten Liste als gefährdet geführt. Vor der europäischen Besiedlung war das Tier in etwa 80 Prozent Australiens verbreitet; aktuell schätzt man die Population auf nur noch 9,000 geschlechtsreife Tiere. Diese starke Abnahme erklärt, warum nationale und lokale Schutzbemühungen priorisiert werden.
Die Ursachen sind vielfältig: Seit der Einführung europäischer Kaninchen 1859 veränderten invasive Arten und fehlende natürliche Feinde die Ökosysteme. Zusätzlich wirkten sich Katzen, Füchse, Landrodung und Beweidung durch Rinder und Schafe negativ auf Lebensräume aus. Als Reaktion darauf arbeiten Naturschutzorganisationen an Zuchtprogrammen, an predator‑free fenced areas und an organisierten Wiederauswilderungen.
Mehrere Initiativen und Partner sind beteiligt. Der Save The Bilby Fund, gegründet 1999 von Peter McRae und Frank Manthey (den "Bilby Brothers"), unterstützt Schutzräume und Zuchtprogramme. ABC’s Back Roads berichtete 2023 über die Rolle des Fonds im National Recovery plan und über ein Zuchtprogramm in einem Nationalpark. Die Australian Wildlife Conservancy (AWC) verwaltet sechs umzäunte Standorte; 2022 wurde am Newhaven Wildlife Sanctuary außerhalb von Alice Springs eine neue Population etabliert, Ecohealth‑Untersuchungen zeigten Anpassungen und im November wurde ein Jungtier erstmals auf einer Kamerafalle dokumentiert. AWC berichtet, dass ihre Gebiete in den nächsten Jahren schätzungsweise 5,000+ Bilbies schützen werden.
Zusätzliche Maßnahmen umfassen das Wild Deserts‑Projekt im Sturt National Park bei Cameron’s Corner sowie Kooperationen mit Indigenous rangers im australischen Recovery Plan. Laut National Indigenous Times sollen Projekte die feral cat control across more than 3.2 million hectares of west Queensland finanzieren, Warla‑Warrarn Indigenous protected area rangers on Martu Country unterstützen und das Kimberley Bilby Project in North Western Australia's Kimberley region fördern. Gemeindegruppen begehen im September einen nationalen Bilby‑Tag, Organisationen teilen Aktualisierungen in sozialen Medien, und Online‑Instrumente wie ein Live‑Stream von Greater Glider possums durch die ANU‑Ökologin Ana Gracanin im Tallangada National Park sollen das öffentliche Bewusstsein stärken.
- Zuchtprogramme in Gefangenschaft
- Umzäunte, prädatorenfreie Schutzgebiete
- Wiederauswilderungen und Forschungs‑Monitoring
Schwierige Wörter
- gefährdet — mit erhöhtem Risiko, in naher Zukunft zu verschwinden
- population — Anzahl von Individuen einer Art in einem Gebiet
- invasiv — eine fremde Art, die einheimische Ökosysteme schädigtinvasive
- landrodung — Abholzung und Beseitigung natürlicher Vegetation auf Land
- beweidung — Nutzung von Flächen durch weidende Nutztiere
- zuchtprogramm — geplante Vermehrung von Tieren in kontrollierter HaltungZuchtprogrammen, Zuchtprogramme
- wiederauswilderung — Wiederfreilassung gezüchteter oder gefangener Tiere in NaturWiederauswilderungen
- prädatorenfrei — ohne räuberische Tiere, frei von natürlichen Fressfeindenprädatorenfreie
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bei umzäunten, prädatorenfreien Schutzgebieten für bedrohte Arten?
- Wie könnten öffentliche Aktionen wie ein Bilby‑Tag oder Live‑Streams das Bewusstsein und den Schutz für den Bilby stärken?
- Welche Rolle sollten lokale Gemeinden und Indigenous rangers Ihrer Meinung nach in langfristigen Schutzplänen spielen?
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