Kartoffeln gewinnen in der DRK an BedeutungCEFR B2
10. Okt. 2025
Adaptiert nach Laura, Global Voices • CC BY 3.0
Foto von Daniel Dan, Unsplash
Der Kartoffelanbau in der Demokratischen Republik Kongo erfährt eine Renaissance. In Teilen von Nord-Kivu ist die Kartoffel inzwischen ein tägliches Grundnahrungsmittel, und Sorten wie Lubero und Rutshuru, einst vor allem bei Festen genutzt, sind zentral für die lokale Landwirtschaft geworden. Staat, Nichtregierungsorganisationen, Forschungszentren und Bäuerinnen und Bauern arbeiten gemeinsam an Förderung und Verbreitung verbesserter Sorten.
Die Produktion erreichte 101,000 Tonnen im Jahr 2018 und könnte einer Bevölkerung von 109 Millionen Menschen verwertbare Energie liefern. Der Handel wird jedoch durch Straßenverfall und lange Transportwege erschwert: Knollen aus Lubero und Rutshuru wurden bis nach Kisangani (800 Kilometern) und Kinshasa (2,000 Kilometern) verkauft. In der Regenzeit kann ein Lastwagen bis zu einem Monat brauchen, sodass Ernten unterwegs verrotten. Hauptbiologische Bedrohungen sind Mehltau, bakterielle Welke und Virusinfektionen.
CERAVEG, das Agrar- und Veterinärforschungszentrum von Graben, arbeitet daran, alte, degenerierte Sorten zu ersetzen. Professor Charles Valimunzigha erklärt, ältere Sorten hätten Infektionen angesammelt und an Produktivität verloren: Mit alten Sorten sind 10 Tonnen pro Hektar selten, während einige CERAVEG-Varianten über 20 Tonnen pro Hektar erreichen. Die Entwicklung ertragreicher Saatgutlinien ist langwierig; die Auswahl beginnt bei mehr als 10,000 hybriden Sämlingen, und nur die widerstandsfähigsten Linien bleiben für weitere Prüfungen.
Bodendegradation ist ein weiteres grosses Hindernis: Jahrzehnte des Anbaus haben Mineralien entzogen, und Ernterückstände werden nicht zurückgeführt. Professor Valimunzigha empfiehlt das Pflanzen von Leguminosen zwischen den Kulturen, weil Bohnen oder Erbsen atmosphärischen Stickstoff binden. Er warnt, dass Nitrate bei Regen ins Grundwasser gelangen können und in hoher Konzentration krebserregend sind. Bisher hält kein organischer Dünger vollständig mit chemischen Düngern mit.
- Hauptbiologische Bedrohungen: Mehltau, bakterielle Welke, Virusinfektionen.
Praxisbeispiele zeigen Vorteile: Maman Kakuva Marie Thérèse erntet etwa 500 kg pro Saison von fast einem Hektar. Der Lehrer und Landwirt Katsuva Mayele Jean-Louis wechselte zur Sorte Carolus und sagt, er könne bis zu USD 1,500 pro Saison verdienen. Ein anderer Landwirt berichtet, dass erhöhte Produktion ihm half, Land zu kaufen, ein Motorrad zu erwerben und ein Haus zu bauen. Ein INERA-Bericht vergleicht lokale Klone (20 bis 35 Tonnen pro Hektar) mit importierten Saaten (25 bis 40 Tonnen pro Hektar): Importierte Sorten können bessere Mehltau-Resistenz zeigen, erfordern aber mehr Schulung und höhere Kosten. Verbesserte Saaten, technische Unterstützung und kohärente Agrarpolitik könnten Kartoffeln in der gesamten DRK zu einer strategischen Kultur für größere Ernährungssouveränität machen.
Schwierige Wörter
- renaissance — Wiederaufleben einer früheren wirtschaftlichen Tätigkeit
- grundnahrungsmittel — Lebensmittel, das Menschen täglich als Basis essen
- mehltau — Pilzkrankheit, die Pflanzenblätter befällt und Ernte schädigt
- welke — Krankheit, die bei Pflanzen zu Welken führtWelche
- degenerieren — schlechter werden, an Qualität verlierendegenerierte
- bodendegradation — Verlust der Bodenfruchtbarkeit durch Abnutzung
- leguminose — Pflanzenfamilie, die Stickstoff im Boden erhöhtLeguminosen
- nitrat — Salze, die bei Regen ins Grundwasser gelangen könnenNitrate
- ernährungssouveränität — Fähigkeit, die eigene Nahrung selbst zu produzieren
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Welche Vorteile und Nachteile haben importierte Saaten im Vergleich zu lokalen Klonen laut dem Artikel?
- Wie könnten bessere Straßen und kürzere Transportwege die Lebensmittelverluste und die Einkommen der Landwirtinnen und Landwirte verändern?
- Welche Praktiken könnten helfen, die Bodendegradation zu verringern, und welche Schwierigkeiten könnten dabei auftreten?
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