Ein Forschungsteam der Universität Zürich nutzte Daten von mehr als 17.000 jungen Menschen in Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Die Teilnehmenden hatten zu Beginn keine vorherige Beziehungserfahrung. Sie wurden jährlich befragt, im Alter von 16 bis 29 Jahren.
Die Analyse zeigte, wer eher länger single bleibt. Dazu gehören Männer, Menschen mit höherem Bildungsniveau und Personen mit geringerem Wohlbefinden. Auch Menschen, die allein oder bei einem Elternteil leben, blieben öfter länger ohne Partner. Im Verlauf sank bei diesen Menschen die Lebenszufriedenheit und die Einsamkeit nahm zu. Gegen Ende der Zwanzigerjahre traten häufiger Depressionssymptome auf. Wenn eine erste Beziehung begann, verbesserten sich Lebenszufriedenheit und Einsamkeit, für Depressionssymptome fand die Studie keinen ähnlichen Effekt.
Schwierige Wörter
- forschungsteam — Gruppe von Forschenden, die eine Studie macht
- teilnehmende — Personen, die an einer Studie mitmachenTeilnehmenden
- bildungsniveau — Angabe zur Schule oder Ausbildung einer Person
- wohlbefinden — Wie gut sich jemand körperlich und seelisch fühlt
- lebenszufriedenheit — Wie zufrieden eine Person mit ihrem Leben ist
- einsamkeit — Gefühl, allein zu sein und Kontakte fehlen
- depressionssymptom — Anzeichen für anhaltende traurige oder niedergeschlagene StimmungDepressionssymptome
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum kann längeres Singlebleiben die Lebenszufriedenheit verringern?
- Glaubst du, eine erste Beziehung kann Einsamkeit verringern? Warum oder warum nicht?
- Kennst du Beispiele, wo eine Beziehung jemandem geholfen hat? Erzähle kurz.
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