Nahrungsmittelallergien im Kindesalter verlaufen unterschiedlich: Milch- und Ei-Allergien werden am häufigsten überwunden. Viele Kinder vertragen diese Lebensmittel zuerst in gebackener Form, etwa in Muffins oder Pfannkuchen, und führen später weniger verarbeitete Varianten wieder ein.
Andere Allergien sind hartnäckiger. Studien zeigen, dass weniger als 20 % der Kinder ihre Erdnussallergie verlieren. Faktoren, die die Chance auf Toleranz beeinflussen, sind die Höhe der IgE-Antikörper, die Schwere und Anzahl der Allergien sowie genetische Einflüsse. Bestimmte Gene, etwa solche für die Hautbarriere, stehen mit Ekzem und Erdnussallergie in Zusammenhang.
Es gibt kein Hausmittel, das Allergien schnell beseitigt. Viele Kliniken bieten orale Immuntherapie an, bei der kleine, kontrollierte Mengen des Lebensmittels gegeben werden. OIT kann die Reaktionsschwelle erhöhen, garantiert aber keine dauerhafte Toleranz. Frühe Einführung von Erdnuss zwischen vier und sechs Monaten und Behandlung von Ekzemen können das Risiko senken.
Schwierige Wörter
- überwinden — eine Krankheit oder ein Problem nicht mehr habenüberwunden
- gebacken — mit Hitze im Ofen zubereitetgebackener Form
- hartnäckig — schwer zu ändern oder zu heilenhartnäckiger
- Antikörper — Eiweißstoff, der den Körper gegen Fremdstoffe schütztIgE-Antikörper
- genetischer Einfluss — Wirkung von Genen auf Gesundheit oder Eigenschaftengenetische Einflüsse
- orale Immuntherapie — Behandlung mit kleinen Mengen des LebensmittelsOIT
- Reaktionsschwelle — Menge, ab der eine Allergie reagiert
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Diskussionsfragen
- Würdest du die frühe Einführung von Erdnuss bei Babys zwischen vier und sechs Monaten unterstützen? Warum oder warum nicht?
- Wie wichtig findest du die Behandlung von Ekzemen, wenn es um Allergien bei Kindern geht? Begründe kurz.
- Hast du Erfahrungen mit gebackenen Lebensmitteln (z. B. Muffins) bei Allergien? Erzähle kurz, was geholfen oder nicht geholfen hat.
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